Cloppenburg - Das „Netzwerk für Menschenwürde in der Arbeitswelt“ (MidA), das sich in den Landkreisen Cloppenburg und Vechta engagiert, will sich in die Diskussion über gesetzliche Veränderungen zu Werk-und Leiharbeitsverträgen einmischen. Den Mitgliedern gingen die Überlegungen der Bundesregierung nicht weit genug, heißt es in einer Pressemitteilung vom Dienstag.

„Was bisher an neuen Gesetzen von der Bundesregierung zu Werk-und Leihverträgen bekannt ist, geht an wirklichen positiven Veränderungen für Werk-und Leiharbeiter vorbei. Die Stellschrauben im System der Arbeitsausbeutung müssen kräftiger gedreht werden, sonst ändert sich nichts“, so die Vorsitzende des Netzwerks, Audra Brinkhus-Saltys. Dazu gehöre, die Mitbestimmungsrechte der Betriebsräte auf Vergabe von Arbeiten im Betrieb auszuweiten und eine Untergrenze der Stammbelegschaft bei 90 Prozent gesetzlich festzumachen. Diese und weitere Forderungen sollen durch die Kampagne „Zurück zur Stammbelegschaft“ des Netzwerks bekanntgemacht werden.

Für kommenden Sonnabend, 17. Oktober, sind ab 10 Uhr in verschiedenen Städten der Region wie Vechta, Cloppenburg und Lohne Info-Veranstaltungen geplant. Außerdem soll das Arbeitsministerium in Berlin von den Forderungen durch einen Brief in Kenntnis gesetzt werden. Der Brief soll auch allen Bundestagsabgeordneten aus der Region zugestellt werden.