BEVERN - Die Stimmung in der Landwirtschaft ist gut. So die These von Minister Ehlen. Er untermauerte sie beim Kreislandvolk.
von peter Linkert
BEVERN - „Liebe Berufskollegen, die Stimmung in der Landwirtschaft ist gut.“ Niedersachsens Agrarminister Hans-Heinrich Ehlen hat sich am Mittwochabend auf einer Veranstaltung des Cloppenburger Kreislandvolks und des Ortslandvolks Bevern in Essen-Bevern ausgesprochen optimistisch gezeigt, was die aktuelle Lage und die Zukunft der Landwirtschaft angeht. Vor gut 120 Zuhörern – darunter der Landtagsabgeordnete Clemens gr. Macke (ebenfalls CDU) – kündigte Ehlen erneut eine Abkehr von der Prämien- und eine Hinwendung zur Marktwirtschaft an.Über die Land- und Ernährungswirtschaft im Oldenburger Münsterland war der Minister des Lobes voll. Hier habe man früh begriffen, dass man sich am Markt zu orientieren habe. Der Boom in diesen Wirtschaftszweigen beweise die Richtigkeit der Entscheidung. Die gute Stimmung sei auch Ausdruck der um zwei Prozent gestiegenen Einkünfte und schlage sich in vollen Auftragsbüchern bei Stallbauern und -einrichtern nieder. Der Investitionsstau löse sich auf.
Die Erweiterung der Europäischen Union bringe große Chancen für die niedersächsische Land- und Ernährungswirtschaft. Immerhin seien jetzt 460 Millionen anspruchsvolle Verbraucher unter einem politischen Dach, die mit Lebensmitteln versorgt werden wollten. „Um zu verkaufen“, müssen wir aber gut sein“, so Ehlen: „Wir müssen Qualitätsführer bleiben oder werden, wo wir es noch nicht sind.“
Ehlen kündigte mit Berufung auf Brüssel eine EU-weite Reformpause an. Für die nächsten drei bis fünf Jahre werde Ruhe herrschen. Das gebe Planungssicherheit. Unzufrieden zeigte er sich mit der Entbürokratisierung seitens der EU. Während man in Niedersachsen die Hälfte aller Verordnungen gekippt habe, sei Brüssel im Ergebnis eher kontraproduktiv.
Vor dem Vortrag in Bevern hatte Ehlen Arbeitssitzungen mit dem Cloppenburger Kreislandvolk und dem Agrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland.
