Aurich - Zehn Jahre nach dem Insolvenzskandal um die Wiesmoorer Baufirma Bohlen & Doyen droht dem Bremer Anwalt Uwe Kuhmann zwar eine Strafe – doch auf einen Aufenthalt im Gefängnis muss er sich aller Voraussicht nach nicht einstellen. Am Mittwoch haben Anklage und Verteidigung in dem Betrugsprozess vor dem Landgericht Aurich ihre Plädoyers gehalten.
Während Kuhmanns Anwalt einen Freispruch forderte, sprach sich die Staatsanwaltschaft für eine Haftstrafe von sechs Monaten aus – ausgesetzt zur Bewährung gegen die Auflage, dass der Bremer Insolvenzverwalter 80 000 Euro zahlt. Die Staatsanwaltschaft wirft Kuhmann vor, als vorläufiger Insolvenzverwalter knapp 148 000 Euro zu viel kassiert zu haben. Am kommenden Dienstag will das Gericht das Urteil verkünden.
