Filsum/Apen - Es hat bereits funktioniert. Warum also nicht auch jetzt? „Es würde mich wundern, wenn wir nicht erfolgreich wären“, sagt Andrea Sope vom Amt für Wirtschaftsförderung des Landkreises Leer. Gemeinsam mit dem Aper Bauamtsleiter Rolf Siems, ihrem Kollegen Felix Käufler und Jeanett Garthof vom Hannoveraner Büro Koris (Kommunikative Stadt- und Regionalentwicklung) stellte sie im Filsumer Rathaus das Konzept vor, mit dem man sich um EU-Finanzmittel bemühen möchte. Es geht um rund 2,4 Millionen Euro bis zum Jahr 2020.

Seit dem Jahr 2001 flossen aus diesem sogenannten Leader-Programm bereits meh­rere Millionen in das Fehn­gebiet. Beteiligt sind kreisübergreifend die (Samt-)Gemeinden Hesel, Jümme, Ostrhauderfehn, Rhauderfehn, Uplengen, Großefehn, Apen, Barßel, Teile der Gemeinde Ihlow sowie die Stadt Wiesmoor.

Zufriedenheit schwingt in Jeanett Garthofs Stimme mit, als sie ihren Vortrag beginnt: „Das Konzept hat 160 Seiten inklusive Anhang.“ Erarbeitet wurde es – mit Unterstützung durch die Fachleute – von der „Lokalen Arbeitsgruppe Fehngebiet“. Strenge Regeln waren bei der Erstellung zu beachten. „Wir haben alle Anforderungen erfüllt“, ist sich Garthof sicher.

Am Montag, 12. Januar, wird der Antrag abgegeben. Das niedersächsische Landwirtschaftsministerium entscheidet im Frühjahr, welche Initiativen aus dem EU-Geldtopf gefördert werden.

Das Papier steht unter dem Motto „Mitnanner wat Neeis anfangen – Tokummst lebennig upboen/Gemeinsam auf zu neuen Ufern – Zukunft aktiv gestalten“. Die Eigenheiten des Fehngebietes und die Entwicklungspotenziale in den Bereichen Alltagsleben, Kultur, Wirtschaft, Natur und Tourismus werden hervorgehoben – unter besonderer Berücksichtigung des demografischen Wandels und der Klimaschutzziele.


„Das Ganze ist sehr theoretisch“, gibt Sope zu. Wichtig sei aber, die Formalia einzuhalten. „Es geht das Gerücht, dass es 52 Bewerbungen für das Leader-Programm geben wird.“ Nur 40 Initiativen würden aber berücksichtigt. „Wenn wir sicher wissen, dass wir den Zuschlag erhalten haben, wird sich die Arbeitsgruppe über konkrete Projekte unterhalten, die mit dem Geld unterstützt werden sollen.“

Kerstin Buttkus
Kerstin Buttkus Kanalmanagement