Elsfleth - Was kommt nach der Schule? Eine Ausbildung im Handwerk, Handel oder Industrie, bei einer Behörde, einer Bank oder im Gesundheitswesen? Die „Fit4Job“ -Messe an der Oberschule gab am Dienstag den künftigen Schulabsolventen eine praktische Orientierungshilfe. Die Vertreter von 20 Betrieben und Institutionen aus Elsfleth und der Wesermarsch waren zur Betriebspräsentation in der Oberschule vor Ort.

Die Schülerinnen und Schüler erhielten Informationen über die allgemeinen Tätigkeitsfelder, über spezifische Betriebsabläufe, Ausbildungsinhalte und Anforderungen an die Ausbildungsinteressenten. Organisiert wurde die Kooperation zwischen Schule und Betrieben von Lehrer Thorsten Grun, Fachbereichsleiter Wirtschaft.

Während die Informationsgespräche in den Klassenräumen stattfanden, hatte die Zimmerei/Dachdeckerei Thormählen aus Bardenfleth ihren Stand auf dem Pausenhof aufgebaut. Zwei Mitarbeiter des Meisterbetriebes zeigten den meist männlichen Schülern die Bearbeitung von Schieferplatten. Es war nicht leicht, den richtigen Schlag anzusetzen, ohne die Platte in tausend Stücke zerbrechen zu lassen. Einzig Nathalie hatte mit dem Naturmaterial keine Probleme; das einzige Mädchen war ein Naturtalent.

„Wir finden es wichtig, auch den Mädchen einen Beruf im Handwerk schmackhaft zu machen“, betonte Schulleiter Jochen Wessels. Über den Beruf „Altenpfleger/in“ informierte das Seniorendomizil Sandvoß. Wie fährt es sich im Rollstuhl, wie fühlt man sich als alter Mensch, wenn die Sehkraft und die Kräfte nachlassen? Das erfuhren die Oberschüler in praktischen Experimenten. Sean-Julian hat sein Berufsziel längst ins Auge gefasst: „Ich habe mich schon für eine Ausbildung als Krankenpfleger entschieden.“

Für Ausbildungen als Verwaltungsfachangestellte beim Landkreis oder in den Wesermarsch-Kommunen warb die Ausbildungsleiterin des Landkreises Wesermarsch, Sandra Henzel. Sie riet den Schülerinnen und Schülern: „Egal, wie ihr euch entscheidet, macht zuvor so viele Praktika wie möglich“. Bei Schülerin Vanessa aus der 10bR rannte Sandra Henzel mit ihren Tipps offene Türen ein. Vanessa hatte bereits ihre Bewerbungsmappe dabei und überreichte sie der Ausbildungsleiterin. Die staunte und lobte: „So etwas Zielgerichtetes habe ich in meiner Tätigkeit noch nicht erlebt, einfach toll!“