Hatten/Bhutan - Erfolgreich Bilanz zieht der Förderverein für das unabhängige Königreich Bhutan, der 2011 vom buddhistischen Lehrer Khenpo P. Yeshi und Mitstreitern aus der Gemeinde Hatten gegründet worden ist. Die jüngsten Projekte im Dorf Chendebji sind komplett realisiert worden. 10 000 Euro an Fördergeldern hat der Verein über die Bingo-Umweltstiftung investiert. Die letzte Rate ist nach erfolgreicher Prüfung durch die Stiftung an den Verein im Sommer überwiesen worden. Die Helfer hoffen, dass es nicht die allerletzte bleibt: An neuen Ideen mangelt es nämlich nicht.
Mit Hilfe des bhutanischen Partners, der Menjong Foundation, erreichen die Spender aus Deutschland unmittelbar die Bedürftigen. Seit 2013 wird das Dorf Chendebji weiterentwickelt. Die Dorfbewohner haben Hilfe beim Bau einer Wasserleitung bekommen, damit frisches Wasser nicht erst mühsam von der einzigen Quelle in der Umgebung geholt werden muss. Wasser ist auch für die neuen Obstgärten wichtig. Jeder der 35 Haushalte hat zwei Apfel- und einen Pfirsichbaum erhalten. Ein Schulgarten verbessert zusätzlich die Ernährung der jungen Generation. Weil in Chendebji die einzige Grundschule im weiten Umfeld steht, haben manche Kinder einen zweistündigen Schulweg. Die Mahlzeit in der Schule ist oft die einzige am Tag. Ohne die finanzielle Hilfe der niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung wäre auch der Kauf des allerersten Transportwagens für die Dorfgemeinschaft nicht denkbar gewesen, der Personen und Waren befördert und bei der Müllentsorgung hilft.
Dem Förderverein gehen die Ideen noch längst nicht aus. „Wir haben schon etwas Neues im Sinn, um die Situation der Menschen gerade im Winter zu verbessern“, sagt 2. Vorsitzender Gerold Heidler. Sobald die Förderung gesichert sei, wolle der Verein für das Projekt werben.
