Dötlingen - Der Honighof in Dötlingen hat seine ersten Gäste. Und das lange bevor er fertig ist. Ein Teil der CDU-Fraktion des Gemeinderats Dötlingen besucht am Freitag die Baustelle, um sich über das Konzept hinter dem Honighof zu informieren.

Viele Jahre lag das Gelände am Heideweg 30 in Dötlingen brach. Zuvor war dort eine Forellenzucht angelegt. Jetzt hat Familie Klockgether es langfristig von Familie Tapken gepachtet. Und sie haben große Pläne für das rund 20 000 Quadratmeter große Gelände.

Schon nächstes Jahr im April soll hier eine Vollimkerei mit angeschlossener Hexenstuuv stehen. Die Hexenstuuv wird ein Verkaufsraum sein, für Honig, aber auch für alle anderen Bienen-Produkte sowie Heilkräuter. „Wir hoffen, dass wir fertig sind, wenn die Bienen im April wieder losfliegen“, sagt Fred Klockgether, seit 25 Jahren Imker in der Region.

Vor 12 Jahren entdeckte Klockgether die Fläche und in ihm reifte die Idee, sie für eine Vollerwerbsimkerei zu nutzen. Doch der Weg bis zur Genehmigung war steinig. „Es wurde viel diskutiert“, berichtet der Familienvater. Seit vier Wochen liegt nun die Genehmigung der Gemeinde vor. Ursprünglich war Familie Klockgether davon ausgegangen, dass es sich bei ihrem Vorhaben nur um eine Renovierung des vorhandenen 100 Quadratmeter großen Gebäudes handele, doch dem war nicht so. Ein Baustopp war die Folge und ein neuer Antrag musste gestellt werden. Mit dem genehmigten Antrag auf ein „Neubauverfahren auf altem Fundament“ geht es jetzt volle Kraft voraus. „Einige 10 000 Euro werden wir sicher investieren müssen. Darauf sind wir vorbereitet“, sagt der 54-Jährige.

Nicht nur Bienen sollen sich in Zukunft auf dem Honighof wohlfühlen, auch andere Tiere erhalten ihren Platz. Ein Greifvogelnistkasten und ein Fledermausloch im Dach ermöglichen es heimischen Tieren ein Zuhause zu finden. „Es ist wichtig, sich für die Natur und ihre Vielfalt einzusetzen“, sagt Fred Klockgether. Dafür wird der Honighof gut geeignet sein.