Sande - Die Honigbiene gehört zu den wichtigsten Nutztieren und es gibt sie genau so lange wie Blütenpflanzen – nämlich seit mehr als 100 Millionen Jahren. Mehr über das Leben der Biene erfahren die Besucher auf dem Gelände der Domäne Altmarienhausen in Sande: Der Imkerverein Jeverland hat am Rand der Obstwiese einen Bienenlehrpfand angelegt.
Der neue Bienenlehrpfad informiert über das Leben der fleißigen Tiere. Auf acht Hinweistafeln gibt es rund um die Streuobstwiese allerhand zu entdecken: Es gibt Informationen zum Leben der Honigbiene, zu ihrer Bedeutung für die Natur und für uns Menschen, zur Imkerei und Honigproduktion.
Thematisiert wird auch die Bedrohung der Biene durch den Menschen und die Konsequenzen, die ein Aussterben der Bienen hätte. Denn die Biene ist die wichtigste Tierart bei der Bestäubung der meisten einheimischen Blütenpflanzen. Damit sichert sie nicht nur eine reiche Ernte in den Obstkulturen, sondern sorgt auch für Fruchtansatz bei Wildfrüchten – Nahrungsgrundlage für Vögel, Kleinsäuger und Wildtiere.
Imkervereinsvorsitzende Almuth Garmers dankte bei der Zusammenkunft der Imker in Altmarienhausen dem langjährigen Vorsitzenden Hans Tyedmers, der die Einrichtung des Bienenlehrpfads anregte und die erforderlichen Materialien besorgte. Imker Ewald Knickelbein aus Sande hat die Installation des neuen Lehrpfades zusammen mit dem Sander Bauhof umgesetzt. Er wird auch den Schaukasten mit Bienen, der demnächst aufgestellt wird, betreuen. Kassenführerin Renate Reck aus Cleverns regte an, den Clevernser Apfelgarten ebenfalls mit einem Bienenlehrpfad mit Schaukasten auszustatten.
Der Bienenlehrpfad ist eine attraktive Bereicherung des kulturhistorischen Gutes Altmarienhausen mit Marienturm, Marienstübchen und Küsteum. Die offizielle Eröffnung hatte bereits im Frühsommer stattgefunden – doch damals ging sie im Wahlkampfgeplänkel unter. Nun trafen sich die Mitglieder des Imkervereins zur Besichtigung und einem gemütlichen Beisammensein im Marienstübchen.
Vorsitzende Almuth Garmers berichtete von einer erfreulichen Entwicklung des Imkervereins Jeverland, dem mittlerweile 44 Imker, davon vier Neuimker, angehören. Die Imker verzeichneten eine Honigernte von 23 Kilo pro Volk. Wegen der Trockenheit „honigte“ insbesondere die Linde kaum, die das Ergebnis wesentlich verbessert hätte. Beim Brüllmarkt in Jever am 12. Oktober zeigt sich der Imkerverein in den Räumen der LzO.
