Lohne - Der Anlagenbauer Envitec Biogas (Lohne/Kreis Vechta) muss angesichts ungünstiger Marktbedingungen seine Umsatzprognose für das laufende Jahr ändern. Nun geht man von 140 bis 160 Millionen Euro aus, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Zuvor waren 170 bis 180 Millionen Euro prognostiziert worden. Zugleich werde aber „ein weiterhin positives Betriebsergebnis Ebit“ erwartet.

Die Situation am Biogasmarkt in Deutschland sei im ersten Quartal „nicht zufriedenstellend gewesen“, schreibt der Vorstand in einem Zwischenbericht. „Es fehlt Vertrauen in die gesetzlichen Grundlagen.“ Wer sich heute für den Bau einer Biogasanlage entscheide, der könne nicht sicher sein, wie die Rahmenbedingungen aussehen, wenn die Anlage in einem Jahr ans Netz gehe. „Dieser Zustand lähmt die Branche.“ „Wir appellieren eindringlich an die Politik, zu einer verlässlichen Energiepolitik zurückzukehren“, sagt Finanzvorstand Jörg Fischer.

Im 1. Quartal ging der Umsatz von 39,5 auf 33,5 Mio. Euro zurück. Der Eigenbetrieb (52 Megawatt) und Service seien aber deutlich gewachsen. Das Ergebnis wurde auf minus 0,7 (Vorjahr: - 1,3) Millionen Euro verbessert. Die Finanzsituation sei mit flüssigen Mitteln von 18 Mio. Euro und der Eigenkapitalquote von 57,4 Prozent sehr solide.