Grummersort - Dass die Milch genau wie Möhren und Tomaten eben nicht aus der Verpackung kommt, weiß die „Wackelzahngruppe“ des Kindergartens Altmoorhausen spätestens seit ihrem Besuch des Biohofs Grummersort am Dienstag. Denn schon früh am Morgen hatten sich die zehn Kinder gemeinsam mit ihren Erzieherinnen Britta von Reeken-Böhnisch und Silke Schwers auf den Weg zum Hof gemacht.

Mit Gummistiefeln, warmen Pullovern und Sachen zum „Schmutzigwerden“ ausgerüstet, ging es dann zunächst auf den Anhänger eines bereits mit leeren Kisten beladenen Treckers, der die vergnügte Gruppe und Marlies Martensen, Betreuerin vom Biohof, auf ein nahe gelegenes Feld brachte. Dort abgesetzt, machte sich die Gruppe nach einer kurzen Einweisung von Martensen sofort an die Arbeit auf dem Feld.

In kleinen Gruppen marschierten die Kinder dafür zunächst aufs Möhrenbeet. Mit viel Begeisterung spürten sie dort eine Möhre nach der anderen auf und lachten über die häufig deformierten Exemplare. Schon nach kurzer Zeit waren dann alle Möhren gefunden und auf dem Traktor verstaut.

„Wir brauchen noch etwas mehr für unser Frühstück“, sagte Martensen und zeigte auf die anderen Beete. So lief die Gruppe neugierig von einem Beet zum anderen, bestaunte die grünen Eisbergsalate und bewies Muskelkraft beim Herausziehen des stark verwurzelten Fenchels. Nur mit der Rote Beete konnten die Kinder anfangs nichts anfangen, fügten sie aber trotzdem nur allzu gern den Erntegaben hinzu.

Gut gelaunt liefen die Kindergartenkinder anschließend zum Hof zurück. Unterwegs begegneten ihnen viele Kühe und Rinder. „Was ist der Unterschied zwischen den Kühen und Rindern“, hakte Martensen nach. Sehr schnell fanden die pfiffigen Mädchen und Jungen die Antwort darauf. „Die Euter“, sagten sie.


Wieder auf dem Biohof angekommen besichtigten sie das Gewächshaus. Bei dieser Gelegenheit durfte jeder von ihnen eine besonders rote Tomate pflücken und dem bereits sehnlichst erwarteten Frühstück beisteuern. Denn spätestens nach dem Besuch der hofeigenen Holzofenbäckerei, in dem gerade verschiedene Brot- und Brötchensorten gebacken wurden, freuten sich die Kinder auf ihre Brotzeit. Nach dem obligatorischen Händewaschen wurde dann auch aufgetischt und die kleinen und großen Erntehelfer ließen es sich schmecken.

„Wir waren bereits im letzten Jahr mit einer Gruppe auf dem Biohof und sehr begeistert, so wie auch in diesem Jahr“, resümierte Britta von Reeken-Böhnisch. Ziel des Ausflugs sei es vor allem, die Kinder an die Natur heranzuführen und ihnen aufzuzeigen, wo die Lebensmittel herkommen und wie sie ohne jegliche Zusatzstoffe schmecken. Zudem werde auf dem Hof mit den Händen geerntet, was auch nicht selbstverständlich und daher ganz toll sei, sagte die Erzieherin abschließend.