Großenkneten - Die Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks hat jetzt bundesweit 18 Unternehmen und Organisationen für ihren vorbildlichen Umweltschutz ausgezeichnet. Die kleine Zahl zeigt an, wie selten diese Auszeichnung an. Umso größer ist folglich der Jubel auf dem Biohof Bakenhus in Großenkneten, denn er gehört zu dieser Gruppe.
Gustav Wolters hat den Betrieb vom Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV) gepachtet, der ihn in allen Belangen des Umweltschutzes begleitet. „Ich freue mich riesig über die Auszeichnung. Der Umweltschutz liegt uns besonders am Herzen. Deshalb verwenden wir viel Kraft darauf, Ökologie und Ökonomie unter einen Hut zu bekommen“, so Wolters. Er sieht die Auszeichnung als Beleg dafür, dass seine Mitarbeiter und er auf dem richtigen Weg seien.
Alle ausgezeichneten Betriebe verfügen über das EMAS-Logo. Die Abkürzung steht für „Eco-Management and Audit Scheme“. „Es ist das Premium-Umweltlabel der Europäischen Union. Wer dieses Label führen will, muss alle umweltrelevanten Rechtsvorschriften nachweislich einhalten und stets Verbesserungen im Umweltschutz durchführen“, erläutert Dr. Johannes große Beilage, OOWV-Beauftragter für das Umweltmanagement und früher selber Leiter des Biohofes Bakenhus. Durch das System konnte der Biohof beispielsweise den Strom- und Gasverbrauch erheblich reduzieren.
Das Logo wird als Beleg für „herausragende Umweltleistungen und innovativen Maßnahmen im Rahmen des Umweltmanagementsystems“ gewertet. Neben der Übergabe der Auszeichnungen an die Vertreter der Organisationen bei der Ehrung gab es einen fachlichen Dialog im Bundesumweltministerium.
Die Urkunden in Berlin erhielten Unternehmen aus ganz verschiedenen Branchen. Von der Abfallwirtschaft bis zur Mediengruppe, von der Lackfabrik bis zur Klosterbrauerei reicht die Spannbreite der geehrten Unternehmen und Organisationen.
Als einer von fünf Betrieben aus der Land- und Ernährungswirtschaft hat der Biohof Bakenhus vor vier Jahren das EMAS-System eingeführt. Unter den Feldern und Weiden liegt das Grundwasser, das im Wasserwerk Großenkneten zu Trinkwasser wird. Fast 200 Hektar bewirtschaftet Wolters als Bio-Bauer.
