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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Bleigießen bringt günstige Prognose

07.01.2015

Oldenburg Auf der Bühne der Oldenburger Weser-Ems-Halle starrten drei Herren in ein Wasserglas. Was würde nach dem vollendeten Bleigießen das Ergebnis sein? Das fragte man sich beim Neujahrsempfang der Oldenburgischen IHK vor 800 Unternehmern. Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) glaubte, sogleich einen Container auszumachen – als gutes Zeichen für den Jade-Weser-Port. Später einigte sich die Runde mit Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer (Verband BDA) und Moderator Uwe Haring auf eine „Palme“. Auch sie wurde – Symbol für ein gutes Geschäftsjahr – sogleich positiv interpretiert.

Grundsätzlich zuversichtlich, trotz aller Probleme – das sei auch die Grundhaltung der IHK und der regionalen Wirtschaft, machte Kammerpräsident Gert Stuke deutlich. Bei der erwarteten Wachstumsspanne für Deutschland – sie reicht für 2015 von 0,8 bis 2,0 Prozent – sei er „optimistisch, dass wir uns mit unserer Region im oberen Bereich bewegen“. Die Schwäche von Ölpreis und Eurokurs bedeuteten ein „geschenktes Konjunkturprogramm“, so Stuke.

Der Kammerpräsident warnte vor neuen Belastungen für Betriebe, begrüßte die Debatte um die „Rente mit 70“, forderte eine Stärkung der dualen Berufsausbildung und insbesondere der Berufsschulen und lobte den Ansatz des Ernährungsforums Oldenburger Münsterland für eine zukunftsorientierte Entwicklung der Ernährungswirtschaft. Er appellierte an Organisationen der Landwirtschaft, sich anzuschließen.

Erneut forderte die IHK die Landesregierung auf, Infrastrukturprojekte im Nordwesten voranzutreiben. „Leistungsfähige Verkehrswege sind unverzichtbar für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen“, sagte Stuke. Insbesondere bei der Anbindung der Seehäfen bestehe Nachholbedarf. 2015 werde richtungweisend sein: Die Neuaufstellung des Bundesverkehrswegeplanes komme in eine entscheidende Phase. „Projekte aus dem Nordwesten müssen in den vordringlichen Bedarf“, mahnte Stuke. Und: „Wir warten immer noch auf den Startschuss für das Planfeststellungsverfahren im ersten Abschnitt der A20 zwischen Westerstede und Jaderberg.“ Zudem solle 2015 mit dem Neubau der Bundesstraße 211 (Mittelort-Brake) begonnen werden. Immerhin laufe beim Ausbau der E 233 (Cloppenburg-Meppen) das Planfeststellungsverfahren im ersten Abschnitt.

Nicht nur das Bleigießen war ein neues Element beim traditionellen IHK-Neujahrsempfang; auch eine Diskussionsrunde wurde neu gestaltet. Minister Lies betonte die Bedeutung eines gemeinsamen Vorgehens der Küstenländer beim Infrastrukturausbau. Ohne diesen sei letztlich „der Wohlstand nicht zu halten“. „Großes Thema“ sei für ihn die bessere Orientierung von Schülern vor der Berufswahl. Hier sollten sich mehr Unternehmen engagieren.

BDA-Präsident Ingo Kramer rief die Unternehmer auf, beim Infrastrukturausbau „für Mehrheiten zu kämpfen“. Er forderte die Politik auf, die chancenreiche Entwicklung zur globalen, arbeitsteiligen „Industrie 4.0“ nicht durch Regulierungen beim Werkvertragsrecht zu behindern.

Das Grußwort der Gäste sprach Generalstaatsanwalt Andreas Heuer. Auch die Justiz sei für eine gute Infrastruktur wichtig, betonte er.

Für die Musik sorgte die „Plug&Play Music Company“.


  Mehr Bilder unter   www.nwzonline.de/fotos-wirtschaft 
Rüdiger zu Klampen
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