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Dorferneuerung Bei den Blexern kommen Zweifel auf

Blexen - Hinsichtlich der Veranstaltungen sei das Jahr 2017 für die Dorfgemeinschaft Blexen sehr erfolgreich gewesen. Nicht zufrieden sein könne man dagegen mit dem Fortgang der Dorferneuerung. Rückschläge und Verzögerungen hätten bei vielen Blexern schon Zweifel an der Realisierung der großen Vorhaben am Fähranleger und in der Dorfmitte aufkommen lassen. „Die können nur mit Taten beseitigt werden“, stellte Vorsitzender Rolf Bultmann jetzt bei der Jahreshauptversammlung der Dorfgemeinschaft im des Blexer Turnerbundes am Luisenhof fest.

„Was lange währt, wird endlich gut“ – diese Redewendung trifft nach Aussagen des Blexer Dorfgemeinschaftssprechers auf die Sanierung der Langen Straße zu. Deren Fertigstellung nach monatelangen Verzögerungen sei in 2017 aber die einzige Maßnahme der Dorferneuerung gewesen, die sich sehen lassen könne. Die Hauptzufahrt zur Blexer Ortsmitte mit dem neuen kombinierten Rad- und Gehweg sowie Beeten und Ruheplätzen habe das Ortsbild sehr positiv verändert und auch die Wohnqualität für die Anlieger verbessert.

„Blexen räumt auf“ am Samstag, 7. April

Nächste Veranstaltung der Dorfgemeinschaft ist am Samstag, 7. April, die Umweltaktion „Blexen räumt auf“. Treffpunkt ist um 10 Uhr vor der Kirche. Der Vorstand hofft, dass sich neben den Ehrenamtlichen in den Vereinen auch etliche Bürger beteiligen werden, denn mit dieser Aktion soll auch das Umweltbewusstsein in der Öffentlichkeit geschärft werden. Mit dem Dorffest am 16. Und 17. Juni wollen die Blexer das 700-jährige Bestehen des Blexer Marktes feiern. Dazu wird es auch historische Programmpunkte geben.

Bei den Wahlen gab es eine Änderung vom Vorstand. Nach vierjähriger Tätigkeit als 2. stellvertretender Vorsitzender schied Ernst Böning aus. Der Vorsitzende des Bürgervereins Blexen und Christdemokrat ist in den Stadtrat nachgerückt. Er kandidierte nicht wieder. Zu seinem Nachfolger wählte die Versammlung einstimmig Thilo Solbrig. Ebenfalls einstimmig im Amt bestätigt wurden Vorsitzender Rolf Bultmann, der 1. Stellvertreter Addick Dase, Schriftführerin Sabine Schmidt und Kassenwart Thomas Reumann.

Start in diesem Jahr

Die für das vergangene Jahr geplante Neugestaltung des Areals am Fähranleger habe die Stadt aufgrund finanzieller Engpässe und auch wegen Preissteigerungen verschieben müssen. Wie Rolf Bultmann der Versammlung berichtete, soll nach Auskunft der Stadtverwaltung der über 800 000 Euro teure erste Bauabschnitt mit der Erneuerung der Spundwand und der Anhebung des Geländes auf das Niveau der zur Fähranleger führenden Bundesstraße in diesem Jahr in Angriff genommen und auch vollendet werden. Die für April bis September stattfindenden Arbeiten sind ausgeschrieben.

Noch nicht entschieden ist, wie es in der Ortsmitte weitergehen kann und soll. Der Arbeitskreis Dorferneuerung hatte zu Beginn des vergangenen Jahres dem Vorschlag der Stadtverwaltung zugestimmt, den Parkplatz an der Fährstraße zu erweitern, um das Areal nicht nur als Parkfläche zu nutzen. Gegen den dafür geplanten Abriss des Hauses Kirchenstraße 8, das die Stadt erwerben will, legte die Denkmalschutzbehörde jedoch ihr Veto ein.

Zwischenzeitlich sei eine Lösung für das Problem gefunden worden. Wie der Vorsitzende der Dorfgemeinschaft erläuterte, endet am 31. März die Frist für die Bemühungen, einen Investor für den Erwerb und die Sanierung der durchaus denkmalschutzwürdigen Immobilie Kirchenstraße 8 zu finden. Findet sich kein Interessent, könne die Stadt als untere Denkmalschutzbehörde den Abriss selbst genehmigen, müsse dafür aber gerichtsfest nachweisen, dass in diesem Fall die Belange der Wirtschaftlichkeit und des Allgemeinwohls höher zu bewerten sind als die des Denkmalschutzes.

Die Zustimmung der Teilnehmer der Jahreshauptversammlung fand Rolf Bultmanns Feststellung, dass unabhängig vom Ausgang der Entscheidung die Dorferneuerung in der Ortsmitte kein leichter Weg werde. Bleibt das Haus Kirchenstraße 8 erhalten, werden in unmittelbarer Nachbarschaft zwei unter Denkmalschutz stehende Gebäude (alte Turnhalle und Kirchenstraße 8) um künftige gewerbliche Nutzer konkurrieren. Kann die Immobilie abgerissen werden, wird das die Dorferneuerungskosten für die Stadt deutlich erhöhen.


Wichtiger Baustein

Für die Dorfgemeinschaft spielt bei den weiteren Planungen die alte Turnhalle eine zentrale Rolle. Deren Sanierung und künftige Nutzung für gewerbliche (Café/Dorfladen) und soziale Zwecke (Begegnungsstätte) sei ein wichtiger Baustein für die Verbesserung der Infrastruktur in Blexen. Das habe auch die Stadtverwaltung erkannt und im Arbeitskreis eine mehrere Hunderttausende teure Sanierung und künftige Vermietung des Gebäudes vorgeschlagen. Dafür sei der Arbeitskreis bereit, die weiteren Bauabschnitte beim Fähranleger zu verschieben.

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