BLEXEN - BLEXEN - Es gibt nur noch bruchstückhaftes Wissen über die Anfangsjahre des Rassekaninchenzüchtervereins Einswarden/Blexen. Sicher ist aber, dass er im August 1931 gegründet wurde. Und deshalb steht im kommenden Monat ein Jubiläum an. Die Kleintierfreunde aus dem Stadtnorden feiern ihr 75-jähriges Bestehen. Und aus diesem Grund gibt es am Sonnabend, 19. August, in der Gaststätte „Zur alten Eiche“ in Blexen einen Empfang für geladene Gäste. Eingeladen sind unter anderem der Bürgermeister und hochrangige Verbandsvertreter.
Zurzeit hat der Verein 28 Mitglieder. Das älteste Mitglied ist Willi Mielke. Der 88-Jährige kam 1949 nach Blexen und trat zwei Jahre später in den Verein ein. Gerne erinnert er sich an die Zeit zurück, als die Ausstellungen noch in der Turnhalle von Weserflug in Einswarden stattfanden. Viele Tiere wurden mit der Bahn angeliefert. Und ein Züchter, so erinnert sich Mielke, brachte seine Kaninchen mit dem Handwagen aus Schwei.
Willi Mielke war von 1969 bis 1975 Vorsitzender des Vereins. Seit mehr als 30 Jahren ist es Helmut Kleemeyer. Damit ist er der dienstälteste Vorsitzende eines Kaninchenzüchtervereins in der Wesermarsch. Nach Informationen von Kleemeyer fand die Gründungsversammlung in der Kneipe von Johnny Wessel am Einswarder Marktplatz statt. Sie diente viele Jahre als Vereinslokal, bevor die Züchter in den Einswarder Bahnhof umzogen. Von 1968 bis 2004 hatten die Mitglieder im Vereinsheim des Kleingärtnervereins „Sonnenblume“ ihr Domizil. Vor zwei Jahren haben sie im Vereinsheim der Kleintierzüchter in FAH ein neues Zuhause gefunden.
Seit 1936 gab es acht verschiedene Vorsitzende. Bevor Willi Mielke das Ruder übernahm, hatten August Lübben (1936 bis 1941), Emil Battenberger (1941 bis 1953), Hermann Spiekermann (1953 bis 1954), Heinz Spiekermann (1954 bis 1958), Heinrich Spiekermann (1959 bis 1963) und Walter Hayßen (1964 bis 1968) das Amt inne.
Dass der Rassekaninchenzüchterverein sein 75-jähriges Bestehen feiern kann, ist keineswegs eine Selbstverständlichkeit. Wie Helmut Kleemeyer mitteilt, hat es allein im Stadtnorden einmal drei Züchtervereine gegeben. Auch im Stadtgebiet sind in den vergangenen Jahrzehnten viele von der Bildfläche verschwunden. Hauptproblem: Es mangelt am Nachwuchs. Auch der Rassekaninchenzüchterverin Einswarden/Blexen hat damit zu kämpfen.
