BLOHERFELDE - Ärgerlich ist auch der Zustand des Spielplatzes an Markt. Die Polizei soll nachts patroullieren.
Von Klaus Fricke
BLOHERFELDE - Wo immer die rollende Redaktion der NWZ auch Station macht, sie sind auf jeden Fall da: Die Bürger, die sich nur positiv über ihren Stadtteil äußern. Die Bloherfelder, die gestern Vormittag das NWZ -Mobil am Treffpunkt Gemeinwesenarbeit besuchten, machten da keine Ausnahme. Dass sie auch etwas Kritik mitbrachten, ließ ihre Zuneigung zum Wohnort nicht geringer werden.Da ist zuerst Erna Stolle. Sie kann eigentlich nur Gutes über ihren Stadtteil sagen, wenn da nicht die neuen Bushaltestellen, vor allem die am Hartenschen Damm wären. „Die Seiten der Wartehäuschen sind so mit Werbung zugeklebt, dass wir den Verkehr nicht mehr sehen, wenn wir mit dem Auto vom Grundstück wollen“, sagt sie. Da sei ein Gefahrenpunkt entstanden, der völlig unnötig sei.
Mit der Müllentsorgung ist derweil Lieselotte Kirch unzufrieden. „Da werden die Container an der Kennedystraße einmal geleert und sind kurz danach schon wieder voll. Man kommt sich vor wie auf einer Müllhalde“, schimpft sie.
Beim Thema Container merkt Ralf Russius auf. „Die Altglascontainer am Bloherfelder Markt werden nur freitags abgeholt, wenn Marktzeit ist. Das passt nicht. Und auch der Standort ist schlecht gewählt. Die Container versperren den Blick auf den Marktplatz, besser aufgehoben wären sie auf der anderen Seite der Bloherfelder Straße.“
Währenddessen wird Hartmut Hallert, der mit Sohn Alexander (4) zur rollenden Redaktion gekommen ist, beim Anblick des nahen Spielplatzes fast wütend. „Den hat man einmal für viel Geld angelegt. Doch im Jahr 2003 ging ein Spielgerät kaputt und wurde nie erneuert. Seitdem sieht man da keine Kinder mehr, nur noch ältere Leute.“
Unzureichend ist für Hallert auch die Polizeipräsenz im Kennedyviertel, was Werner Prange bestätigt. „Mich haben einige junge Leute angesprochen, die nachts Angst haben, hier entlang zu laufen. Vielleicht sollte der Polizeiposten mal tagsüber und dann wieder nachts besetzt sein.“
Für Kurt Hornauer ist das brach liegende Grundstücke direkt am Bloherfelder Markt „ein Schandfleck. Da muss sich endlich was tun.“ Als „ewiger Bloherfelder“ bezeichnet sich Karl-Heinz Bonk. „Ich wohnte hier schon, als hier nur Plattdeutsch gesprochen wurde. Schade, dass die Sprache in Vergessenheit gerät“, sagt Bonk.
Aufmerksamer Zuhörer ist Bürgervereins-Vorsitzender Werner Donth. „Alles wichtige Themen“, sagt er und schiebt noch eines hinterher: „Die Sträucher am Markt müssen unbedingt ausgedünnt werden, sie verschandeln die Fläche doch. Aber die Stadt will nichts machen.“
Schön endete der Vormittag für Cordula Breitenfeldt, Leiterin des Treffpunkts Gemeinwesenarbeit. Die SPD Nordwest überreichte ihr als Geschenk zur Erweiterung des Treffpunkt-Gebäudes einen Scheck über 200 Euro. Typisch Bloherfelde eben.
Das Ende einer sehr breiten Straße
