BLOMBERG/WILHELMSHAVEN - BLOMBERG/WILHELMSHAVEN/TEHA - Wolfgang Scheffelmeier (Blomberg) macht seine Drohung wahr. Der Vater des bei einem Marineunglück am 6. März 2002 ertrunkenen Soldaten Samuel Scheffelmeier verklagt den damaligen Kommandanten der Fregatte „Mecklenburg-Vorpommern“ auf Schadenersatz und Geldrente. Er werde die Zivilklage umgehend einreichen, kündigte Scheffelmeiers Anwalt Peter Wüller gestern an.
Scheffelmeier möchte erreichen, dass Kapitän Frank M. die Beerdigungskosten in Höhe von rund 9200 Euro inklusive Blumendekoration, Grabarbeiten und Kaffeetafel erstattet. Außerdem strebt sein Anwalt über eine so genannte Feststellungsklage Unterhaltsleistungen in unbezifferter Höhe an. Er möchte gerichtlich feststellen lassen, dass M. Schadenersatz in Form einer Geldrente von dem Zeitpunkt an zu leisten hat, an dem Scheffelmeier von seinem Sohn Unterhalt hätte verlangen können.
Ein von dem Vater angestrengtes Strafverfahren gegen M. war – wie berichtet – gegen Zahlung einer Geldauflage eingestellt worden.
