Ganderkesee - Rund 20 Hektar ihrer Flächen haben Landwirte aus der Gemeinde Ganderkesee dem Natur- und Artenschutz zur Verfügung gestellt. Im Vorjahr waren es noch gut 16 Hektar, berichtete Jan-Bernd Meyerholz, Landwirt und Leiter des Hegerings Ganderkesee, über die diesjährige Blühstreifen-Aktion. Meyerholz steuerte am Mittwochabend den Schlepper bei der Feldfahrt für die Akteure des „Runden Tischs Natur“ – eines Zusammenschlusses von Landwirten, Jägern, Naturschutzbund, Fuhrenkamp-Schutzverein und Verwaltung in Ganderkesee.
Insgesamt acht Felder unterschiedlicher Ausprägung sah sich die Gruppe an. „Trotz gleicher Feldbestellung können die Ergebnisse sehr unterschiedlich sein“, meinte Meyerholz. Die Blühstreifen gelten als wichtiger Lebensraum für viele Tiere. Vor allem Bienen finden hier eine Heimat. Etwa 20 Landwirte stellen ihre Flächen kostenlos zur Verfügung. Es hätten noch mehr Teilnehmer werden können, doch die EU-Vorgaben seien deutlich komplizierter geworden. „Wir freuen uns, dass trotzdem so viele mitgemacht haben“, sagte Cord Schütte vom Ortslandvolk. Auch Dr. Klaus Handke vom Fuhrenkamp-Schutzverein würdigte angesichts des Flächendrucks die Bemühungen der Bauern. Meyerholz geht davon aus, dass 2016 eine ähnlich hohe Zahl von Landwirten mitmachen wird.
