London/New York/Peking - BMW erwartet in den kommenden Jahren einen rasanten Zuwachs bei Elektroautos und will mit seiner eigenen E-Marke ein großes Stück vom Kuchen abhaben. Die Vorstellung des komplett neu entwickelten „i3“ sei nichts weniger als der „Beginn einer neuen Ära“, sagte BMW-Chef Norbert Reithofer am Montag in New York.
Geplant ist eine ganze Fahrzeug-Reihe. Prägend ist neben dem Elektroantrieb der leichte Karbon-Baustoff.
Der Konzern feierte mit einer aufwendigen Show zeitgleich in London und Peking die Premiere des ersten Fahrzeugs der neue Untermarke für Elektroautos, BMWi. Vor allem will der Konzern damit in den Metropolen Asiens und Amerikas punkten.
„Dies ist kein Kurzzeitplan“, sagte Vertriebsvorstand Ian Robertson in London. Schon jetzt könnten Kunden durch Steuervorteile vor allem in den USA und europäischen Ländern sowie durch geringere Wartungskosten so viel Geld einsparen, dass das Interesse immer stärker werde. „Wir steigen in diesen Markt ein, um ein bedeutender Akteur zu werden“, kündigte Robertson an.
Der „i3“ soll im November bei den deutschen Händlern stehen. Zunächst werde es nun vor allem darum gehen, Kunden für Testfahrten anzulocken, hieß es.
In New York unterstrich Finanzvorstand Friedrich Eichiner, dass BMW mit dem Wagen aus dem Stand Geld verdienen will.
Das Basismodell wird in Deutschland knapp 35 000 Euro kosten.
