BOCKHORN - Für die vorbildliche Integration behinderter Menschen und die behindertengerechte Gestaltung der Verkaufsflächen hat der Sozialverband VdK Niedersachsen-Bremen dem „Combi Verbrauchermarkt“ in Bockhorn die VdK-Plakette „Barrierefrei“ verliehen. Zur Übergabe war die Landesvorsitzende des Sozialverbandes, Ute Borchers-Siebrecht, extra aus Hannover angereist. Marktleiter Klaus Tietjen freute sich natürlich sehr über diese Anerkennung kundenfreundlicher Servicebemühungen – kurz vor dem 20jährigen Bestehen des Combi-Marktes.

Die VdK-Ortsgruppe Bockhorn mit Brigitte Huhn und Schriftführer Heinz Harms an der Spitze und der VdK-Kreisverband Ammerland, für den Vorsitzender Ewald Bruns nach Bockhorn gekommen war, hatten den Verbrauchermarkt für die Auszeichnung vorgeschlagen. Anhand eines umfangreichen Kriterienkatalogs war dann geprüft worden, ob zum Beispiel Auto-Stellplätze für behinderte Menschen, ein stufenloser Eingang für Rollstuhlfahrer, breite Türen und Behindertentoiletten vorhanden sind. Ute Borchers-Siebrecht hob besonders hervor, dass im „Combi Verbrauchermarkt“ auch schwerbehinderte Arbeitnehmer beschäftigt werden.

„Barrierefrei muss in den Köpfen beginnen“, fügte die Landesvorsitzende hinzu und verwies auf das Grundgesetz, nach dem niemand wegen Behinderungen benachteiligt werden dürfe: „Dieser Grundsatz ist aber noch lange nicht verwirklicht. Die Barrieren aus Vorurteilen müssen fallen. Jeder von uns kann schnell durch Unfall oder Krankheit zum Kreis behinderter Menschen zählen.“

Brigitte Huhn lobte das Engagement des Bockhorner Bürgermeisters Ewald Spiekermann, der sich unter anderem für den behindertengerechten Eingang ins Jugend- und Seniorenzentrum eingesetzt hatte. Spiekermann zeigte entsprechende Pläne fürs Rathaus auf: „Wir werden eine rollstuhlgerechte Auffahrt, einen Fahrstuhl und spezielle Toiletten einbauen. Da kommen wir nicht umhin, das ist zwar ein hoher finanzieller Aufwand, aber es kann nicht sein, dass sich die Leute ins Rathaus quälen müssen.“

Klaus Tietjen versprach, sich um noch bessere Parkmöglichkeiten für Behinderte zu kümmern. Lesehilfen für die Regale im Geschäft seien bestellt: „Wir helfen älteren und behinderten Menschen gern. Dieser Service ist uns besonders wichtig.“