Bockhorn - Die Bockhorner SPD ist empört über den Rückzug der Oldenburgischen Landesbank aus Bockhorn. „Allem Anschein nach ist die OLB nicht einmal bereit, einen Geldautomaten in der Gemeinde zurückzulassen“, schreibt Fraktionssprecher Johann Helmerichs.
„Für die Banken ist es ein Leichtes, Filialen in demografisch und ökonomisch schwachen Gebieten, wie es Bockhorn vielleicht geworden ist, zu schließen um sich auf lukrativere Regionen zu konzentrieren. Trotzdem sollte den Bürgern ohne Online- Banking die Möglichkeit gegeben werden, Selbstbedienungsgeräte wie Geldautomat, Automaten für Überweisungen und Auszugsdrucker zu nutzen. Ein derartiges Selbstbedienungszentrum würde zum einen den Fortschrittsgedanken der OLB zeigen und die Kunden würden ihre ,Nähe’ zur Hausbank behalten“, meint die Bockhorner SPD.
„Gerade für ältere Bankkunden (in diesem Fall OLB- Kunden) ist der Rückzug der Bank eine deutliche Einschränkung der Lebensqualität in unserer Gemeinde“, schreibt Helmerichs. „Seit Mai 2018 arbeitet der Sozialverband Friesland an der Kampagne ,Ich bin nicht behindert. Ich werde behindert’. Bankenschließungen in ländlichen Gebieten wie der unsrigen stellen eine eindeutige Behinderung unserer älteren Mitbürgern dar. Es kann nicht sein, dass ältere Generationen oder all diejenigen, die kein Online-Banking machen, künftig ihre Überweisungen oder Daueraufträge in den Nachbargemeinden Zetel oder Varel erledigen müssen. Ebenfalls kann es nicht als kundenfreundlich angesehen werden, wenn Kunden genötigt werden, für eine bestimmte Summe einzukaufen um dann den Anspruch zu haben, zusätzlich Bargeld zu bekommen.“ Der Gemeinderat solle „nichts unversucht lassen, mit den Banken zu sprechen, um mindestens Selbstbedienungsgeräte wie Geldautomat und Auszugsdrucker zu behalten.“
