Bockhorn - Gleich zu Beginn des neuen Jahres gab es eine gute Nachricht: „Unsere Gemeinde ist 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 137 Personen gestiegen“, sagte Bockhorns Bürgermeister Andreas Meinen. Damit registrierte die Verwaltung 8767 Einwohner, die in Bockhorn mit Hauptwohnsitz gemeldet sind. „Das ist ein toller Erfolg“, sagte er – weil die Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen so gut zusammenarbeiten.
77 Geburten
„Zudem hat es 77 Geburten gegeben“, betonte Meinen in seinem Rückblick am Samstagnachmittag beim Neujahrsempfang – und sorgte dann unfreiwillig für enorme Heiterkeit unter den 200 Gästen im Hotel Hornbüssel, als er vorausblickend ergänzte: „Daran müssen wir weiter arbeiten.“ Der Bürgermeister nahm es mit Humor und lachte herzhaft mit.
Er bedankte sich für die vielen ehrenamtlichen Aktivitäten der Bürger, der Feuerwehr, bei den verschiedenen Institutionen, Vereinen und Kommunalpolitikern. „Ohne Sie wäre ein Gemeindeleben wohl kaum möglich.“ Andreas Meinen hob besonders die Arbeit der Flüchtlingshilfe hervor. „200 Personen leben momentan noch bei uns und man merkt kaum, dass sie da sind. Das ist ein Beispiel für gelungene Integration.“
Platz für neues Fahrzeug
Andreas Meinen blickte aber auch auf die Aufgaben in diesem Jahr voraus. 2017 stünden weitere umfangreiche Straßensanierungs-Projekte an, die Modernisierung des Feuerwehrgerätehauses in Grabstede („Das 31 Jahre alte Fahrzeug muss demnächst ersetzt werden, das benötigt mehr Platz“) sowie der Kindergartenbau.
„In diesem Bereich habe die Gemeinde bereits viel geleistet“, sagte Landrat Sven Ambrosy in seinem Grußwort: „Was hier bei der Kinderbetreuung geleistet wird, ist beispielhaft.“ Zudem brach er eine Lanze für das Leben im ländlichen Raum. „Vor zehn bis 15 Jahren hatte dieses noch die Attribute verschlafen und abgehängt“, führte Ambrosy aus.
Diese Diskussion gehe aber längst an der Realität vorbei. „Die Nachteile gibt es bald nicht mehr. Hier gibt es Unternehmen, die die Zukunft beleben“, sagte er und verwies auf den Breitbandausbau in Friesland und vor allem in Bockhorn: „Das schnelle Internet ist die Aufhebung der Geografie.“
„Nicht Ende der Welt“
Auch Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies betonte: „Dem Norden gehört die Zukunft“ – das gelte besonders bei den erneuerbaren Energien. „Wir sind der Anfang und nicht das Ende der Welt“, verwehrte sich der SPD-Politiker aus Sande gegen gängige Klischees und Stereotype.
In der Gesellschaft machte er indes eine „gewisse Unzufriedenheit“ aus. Und das, obwohl es Deutschland jetzt wirtschaftlich so gut gehe wie nie zuvor. Deshalb appellierte Lies an das Gemeinschaftsgefühl: „Lassen Sie uns daran arbeiten, dass die Gesellschaft zusammenhält.“
Vibraphon und Geige
Die gelungene Veranstaltung bei Berlinern, Kaffee und Tee sowie dem traditionellen „Neujahrsschluck“ wurde abgerundet vom Musiker Hauke Renke aus Zetel am Vibraphon, der mit der Geigerin Maria Reich begeisterte. Auch die Sternsinger unter der Leitung von Anja Gloth kamen zu Besuch und boten ein Lied dar. Katrin, Rieke und Michelle sammelten anschließend bei den Gästen aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Vereinen sowie zahlreichen Bürgern Spenden für arme Kinder in aller Welt.
