BOCKHORN - BOCKHORN - Die „Rollende Redaktion“ der NWZ war wie berichtet auf dem Bockhorner Wochenmarkt zu Gast – und der war selbst vielfach Thema am Zeitungs-Stehtisch. Am 16. Juni 1988 war der erste Markt dieser Art in Bockhorn aufgebaut worden, berichtete „Marktmeister“ Ewald Lübben. Einer, der schon lange zu den Beschickern zählt, ist Manfred Schlöndorf mit seinen Fleischerei-Produkten: „Wir sind eine große Familie hier“, betonte er.
Manche nehmen sogar lange Wege auf sich, um in Bockhorn frische Waren einzukaufen. Walter und Gunda Dittel zum Beispiel: „Wir sind mit Fahrrädern aus Neuenburg gekommen. Dieser Wochenmarkt lohnt immer einen Besuch.“ Das sagt auch Hajo Schepker: „Ich bin fast jede Woche hier, um einzukaufen. Und ansonsten schaue ich über die Webcam am Rathaus, was auf dem Markt los ist.“ (Die Kamera ist über www.bockhorn.de zu erreichen). So ist es kein Wunder, dass nach Lübbens Auskunft in den vergangenen vier Jahren die Zahl der Beschicker ständig zugenommen hat. Grundsätzlich war eine positive Stimmung festzustellen, zahlreiche Gäste am NWZ -Tisch ließen auf ihre Gemeinde Bockhorn nichts kommen. Stellvertretend Christine Brauner: „Es ist alles in Ordnung hier, ich bin sehr zufrieden.“ Oder Frieda Friedrichs: „Ich lebe sehr gut in unserm schönen Bockhorn – und das schon seit 54 Jahren.“ Margareta Hihn wohnt draußen in Petersgroden: „Die Baumpflanzaktionen bei uns haben mir sehr gut gefallen.
Das wissen auch die Urlauber zu schätzen. Allerdings sollten die Obstbäume wieder einmal gerichtet werden.“ Die Bermen der Straße Am Jadebusen seien aber „in einem sehr schlechten Zustand. Eine einzige Matsche.“
Die Diskussionen gingen weiter, während die Stand-Nachbarn Onken/Schweers die NWZ -Gäste mit leckeren Ostereiern versorgten. Hermann Schaal kritisierte die Zustände auf dem privaten „Waschmaschinen-Platz“ im Ortszentrum (ein Dauerthema) und rund um die ehemalige Eilersche Autowerkstatt. Da soll sich ja bald etwas tun. Ansonsten wurde es ihm wehmütig ums Herz angesichts der vielen verschwundenen historischen Gebäude, ob Achilles (heute Rathaus) oder Gaststätte Warnken („Tant’ Mariechen“): „Da wächst heute Gras drüber“.
Hayo Sieckmann war mit Tochter Taalke zum Einkaufen gekommen. Er wohnt in Grabstede: „Da können wir froh sein, dass wir mit dem „Sandkrug“ und dem „Grabsteder Hof“ noch zwei Gastronomiebetriebe haben. Ich warne davor, überall Vereinsheime aus dem Boden zu stampfen.“ Ansonsten sollte sich jeder bewusst sein, in welch schöner Landschaft die Bockhorner wohnen.
