Bockhorn - Unter den zahlreichen Händlern und Anbietern waren auch ein paar Bockhorner Oldtimer-Spezilisten. Wilm Logemann ist seit 18 Jahren auf dem „Markt des Nordens“. Die Seitenpartie einer Mercedes-Limousine ist bei ihm Blickfang. Sie zeigt die unterschiedlichen Stadien der Metallrestaurierung sehr eindrücklich – von unfachmännisch bis zum Profistatus. Aufträge für die eigene Werkstatt entwickeln sich aus dem Auftritt auf dem Oldtimermarkt, weiß der versierte Fachmann. Übrigens steht sein Zelt immer an der gleichen Stelle – so wie auch der gegenüberliegende Stand. Im Gegensatz zum Gegenüber (ein Zweiradspezialist aus Erdingen) hat Logemann die kurze Anfahrt. „Optimales Marktwetter“, sagt Logemann zum leicht bedeckten Himmel, der für guten Lauf in den Marktgassen sorgt. Die Chance auf dem Oldtimermarkt bestehe darin, weiter entfernt anreisende Kunden anzusprechen.
Nicht weit entfernt davon steht ein Verkaufswagen, den „Schwalben“-Spezialist Karl-Heinz Hoffschnieder gut bestückt hat. Alles, was das Herz der Besitzer einer „Simson“-Schwalbe begehrt, ist dort zu entdecken. Das reicht von Dichtungsringen, Bremsgriffen über Auspuffanlagen und Blinker bis zur komplett restaurierten Simson-Schwalbe (Aufschrift: „Diese Simson-Schwalbe ist leider schon verkauft!!“). Die Kunden nutzen das Angebot Hoffschnieders, denn weit und breit ist er der einzige, der Ersatzteile für die kleinen Zweitakt-Roller aus einstiger DDR-Produktion beschaffen kann. Die Simson-Teile werden übrigens wegen der großen Nachfrage von einer Firma nachproduziert, die die Lizenz erworben hat.
Und ein paar Mitarbeiter von Wilm Logemann haben ihren eigenen Stand mit Fahrzeugteilen auf dem Oldtimermarkt. Neben alten Tachos und Instrumenten finden sich auch kuriose Sachen: Etwa eine Lichterkette, die jemand in ein Saxofon eingebaut hat (das Innere des Instruments und die Klappen sind ausgebaut).
