BOCKHORN - Der neue Radweg zwischen Bockhorn und Zetel auf dem ehemaligen Bahngleis kommt gut an. Das ist jedenfalls die Beobachtung des Bockhorner Bürgermeisters Ewald Spiekermann: „Die Resonanz und die Zufriedenheit unter der Bevölkerung ist enorm, es gab sogar spontane Anrufe im Rathaus, die sich für den schnellen Bau des Weges bedankt haben.“

Verschiedene Nacharbeiten seien notwendig gewesen, weil bei der Anlage des Radweges ein großer Zeitdruck bestanden habe, fügte Spiekermann hinzu. Damit reagierte er auf die Kritik des BfB-Ratsherrn Wolfgang A. Janßen, der unter anderem scharfkantige Brückengeländer moniert hatte (die NWZ berichtete). „Der Belag des Weges hat jetzt eine gute Festigkeit bekommen“, erklärte Spiekermann.

Der Radweg war vor vier Wochen eingeweiht worden, die Kosten beliefen sich auf 80 000 Euro. Überhaupt nicht einverstanden zeigte sich der Bürgermeister mit der Behauptung Janßens, die Absperrung des Weges beim Urwaldkreisel sei für Rollstuhlfahrer und Dreiräder, wie sie von Gehbehinderten benutzt werden, nicht breit genug: „Die können da ganz bequem durchfahren.“

Die Absperrung sei notwendig, weil der Weg nur für Fahrradfahrer und Fußgänger vorgesehen sei. Nach Informationen der NWZ wurden aber schon Fahrer mit Quads, kleinen vierrädrigen Geländefahrzeugen, auf dem Weg gesehen. Spiekermann: „Die haben da nichts zu suchen. Wir haben ein Auge drauf, wenn wir die Kennzeichen feststellen, kommt es zur Anzeige.“

Janßens Kritik begegnete Spiekermann grundsätzlich so: „Es gibt immer Menschen, die etwas kaputt reden wollen. Wir stehen da drüber.“ Der Radweg sei ein Gewinn für die Bürger in der Friesischen Wehde und für die Urlaubsgäste.