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Schienenersatzverkehr „Man darf sich nicht alles gefallen lassen“

Kai Hippen

BOCKHORN - Ute Ostendorf, Lehrerin in Bockhorn, war richtig sauer auf die Nordwest-Bahn. Ein bisschen hat sich der Ärger inzwischen schon wieder gelegt, denn der Kundenservice hat reagiert. Was war passiert?

Ute Ostendorf bringt ihren Sohn zum Vareler Bahnhof, damit der in den Bus nach Rastede steigen, also den Schienenersatzverkehr nutzen kann. Der Bus steht vor dem Bahnhof, das Servicepersonal steht davor, es sind noch viele Plätze im Bus frei, die Tür ist geöffnet.

Als der Sohn einsteigen will, kommt die Frage, ob er denn auch eine Fahrkarte habe. Hatte er nicht. Antwort: „Dann könne er auch nicht mitfahren, denn für das Lösen der Karten müsste er zehn Minuten vor der eigentlichen Abfahrtszeit des Busses da sein.“ Ute Ostendorf glaubte, ihren Ohren nicht zu trauen.

Der Sohn wurde nicht in den Bus gelassen, der fuhr ab, die Mutter fuhr mit dem Auto hinterher, um den Sohn nach Rastede zum Bahnhof zu bringen. 20 Minuten musste der Sohn dann noch warten, bis der Zug in Rastede abfuhr.

Natürlich hatte sich Ute Ostendorf beim Servicepersonal in Varel beschwert. Sie erhielt die Auskunft, dass diese Zehn-Minuten-Regelung in den Allgemeinen Beförderungsbestimmungen enthalten sei. „Selbst wenn es diese Bestimmung geben sollte, ist das ein Hammer“, ärgert sie sich. Sie rief auch den Kundenservice an. Auf ihre Beschwerde hin gab sie der Bahn Zeit für eine Reaktion. Nichts geschah.


Also griff Ute Ostendorf zum Telefonhörer und informierte die

NWZ

 . Zufällig am selben Tag bekam sie Post von der Nordwest-Bahn. Die schickte ein offizielles Schreiben mit der Entschuldigung für die Unannehmlichkeiten, dazu zwei Fahrkarten für das Netz der Nordwest-Bahn und zwei Eintrittskarten für das Bremer Überseemuseum.

„Damit ist die Sache für mich eigentlich erledigt“, erklärte Ute Ostendorf. Ihr Resümee: „Man darf sich nicht alles gefallen lassen. Es lohnt sich, sich zu beschweren.“

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