BOCKHORN - Die Volkshochschule lädt zu einem Kursus ein. Maike Meyer möchte diese Sprache nicht mehr missen.
Von Kai Hippen
BOCKHORN - „Zwergensprache“ hat nichts mit Hobbits, Harry Potter oder Ottos Komik-Kumpeln zu tun, dieses Idiom ist einfach nur gut für kleine Kinder. Davon ist Maike Meyer überzeugt.Sie ist von Beruf Erzieherin, jetzt vor allem Mutter und will in ihrer Freizeit etwas Sinnvolles tun. Darum hat sie sich dieser lautbegleitenden Gebärdensprache angenommen.
Rund 200 Zeichen umfasst die „Zwergensprache“, sie ist der eigentlichen Gebärdenverständigung angelehnt, aber extra für kleine Hände umgewandelt worden, berichtet Maike Meyer. Etwa ab einem halben Jahr können Kinder damit vertraut gemacht werden, ab zwölf Monaten folgt die Lautbegleitung. „Kleine Kinder werden schnell maulig, wenn sie sich ausdrücken wollen, aber von den Erwachsenen nicht verstanden werden. Innerhalb weniger Tage können sie aber die Grundzeichen lernen, und schon klappt die erste Verbindung“, beschreibt Maike Meyer den pädagogischen Hintergrund.
Kinder fühlen sich verstanden und können ihre Gefühle zeigen. Die Auswirkungen der „Zwergensprache“ gehen aber noch weiter: „Sie lernen schneller zu sprechen, sie zeigen mehr Interesse an Bilderbüchern, und es wird schon früh der Lese- und Rechtschreibschwäche vorgebeugt“, betont Maike Meyer.
Um ihr Wissen weiterzugeben, lädt Maike Meyer gemeinsam mit der Leiterin der Außenstelle Bockhorn der Kreisvolkshochschule Friesland, Renate Stark, zu einem „Workshop“ ein. Willkommen sind Eltern, Großeltern und alle, die viel mit kleinen Kindern zu tun haben. Das Seminar findet am Sonnabend, 3. März, 14 bis 17 Uhr, im Jugend- und Seniorenzentrum in Bockhorn, Kirchstraße, statt.
Anmeldungen zu der Veranstaltung nimmt die Kreisvolkshochschule Friesland, Kieler Straße 8, 26419 Schortens, Tel. 04461/98790 (Fax 04461/987930) entgegen.
