BOCKHORN -

Buddemeier präsentiert Forschungsergebnisse und gibt Fragen zum Medienkonsum. Bereits zweimal war er bei „Gelb“ zu Gast.

BOCKHORN/LR - Einen Vortrag zum Thema „Medien und Gewalt“ hält Professor Dr. Heinz Buddemeier (Bremen) auf Einladung des Gesprächskreises für gesunde Ernährung und Lebensführung (Gelb) am Donnerstag, 8. Februar, ab 20 Uhr in der „Altdeutschen Diele“ in Steinhausen.

Dazu schreibt der Referent: „Ein Kind von zehn Jahren hat im Durchschnitt bereits 8000 Morde und 100 000 Gewalttaten auf dem Bildschirm verfolgt. Dazu passt, dass in vier von fünf Sendungen Gewalt vorkommt.“ Warum können Gewaltdarstellungen dazu dienen, Zuschauer anzulocken? Und welche Folgen haben diese Darstellungen? Mit welchen Folgen ist zu rechnen, wenn aus dem Zuschauer ein Mitspieler beziehungsweise ein Täter wird, wie das in den Computerspielen der Fall ist? Diese Fragen wird er in Bockhorn beantworten.

Im Vortrag werden Forschungsergebnisse präsentiert, die eindeutige Antworten auf diese Fragen zulassen. Der Referent wird auch der in der Öffentlichkeit immer wieder verbreiteten Auffassung entgegentreten, der Zusammenhang zwischen Gewaltdarstellung und Gewaltbereitschaft sei wissenschaftlich nicht eindeutig zu klären.

Heinz Buddemeier hat Literaturwissenschaften und Philosophie studiert. Er war Hochschulassistent in Konstanz, bevor er 1974 zum Professor für Medienwissenschaft am Studiengang Kunstpädagogik und Visuelle Kommunikation an der Universität Bremen berufen wurde. Zunehmende Beschäftigung mit der Anthroposophie und Einbeziehung ihrer Ergebnisse in die Auseinandersetzung mit den Medien schlossen sich an.

Zahlreiche Veröffentlichungen sind erschienen, so das eigene Periodikum „Fakten und Anregungen zur Beurteilung der Medien“. Prof. Dr. Buddemeier hat im März 1992 zum Thema „Beeinflussung durch die Medien“ und im Januar 1999 zum Thema „Kind und Computer“ bereits bei Gelb referiert.