BOCKHORNERFELD - Ihre diamantene Hochzeit feiern an diesem Donnerstag Georg und Berta Ihmels in Bockhornerfeld. 1948 hatten sie sich beim Tanzen im Lokal von Ella Janßen in Grabstede, genannt „Stiekkopp-Ella“, heute „Grabsteder Hof“, kennengelernt. Berta arbeitete damals als Haushaltsgehilfin auf dem Klosterhof Lindern, sie kommt gebürtig aus Tabarg im Ammerland.

Georg Ihmels absolvierte nach der Schulzeit in Grünenkamp eine Maurerlehre, er ist ein echter Bockhornerfelder. Die Kriegszeit hatte er abgesehen von einer Musterung als Weißer Jahrgang unbeschadet überstanden. 1949 wurde geheiratet.

Zeit ihres Lebens stand für Georg und Berta Ihmels die Familie im Mittelpunkt. Und da gab es immer eine Menge zu tun, denn – acht Kinder galt es zu versorgen. Der Maurer Georg Ihmels konnte dabei sein Handwerk nutzen. Ein erstes Haus wurde 1950 an der Dorfstraße gebaut. Es wurde rasch zu klein, 1968 folgte ein zweites in direkter Nachbarschaft. Damit nicht genug, für jedes der Kinder wurde ein Haus errichtet, natürlich mit Hilfe von Freunden und Bekannten, aber immerhin. Dann starb eine Tochter, für die Eltern „das schlimmste Schicksal in unserem Leben“, wie Berta Ihmels sagt.

Heute gehören 18 Enkel und neun Urenkel zur großen Familie. Im Lauf der Jahrzehnte arbeitete Georg Ihmels unter anderem bei Engler in Obenstrohe, später auch beim Fensterbauer Richard Händler in Spohle. Immer war der Garten sein großes Hobby. Schon nach dem Krieg wurde die Familie teilweise zum Selbstversorger, Roggen wurde gegen Brot eingetauscht, Kartoffeln bildeten die Grundnahrung. Später folgte vor allem Gemüse, Bohnen, Erbsen, ein liebevoll gepflegtes Gewächshaus war die Zierde des Gartens.

Daneben fand Georg Ihmels sogar Zeit, sich für die Gemeinschaft im Dorf einzusetzen. Zehn Jahre lang war er Bezirksvorsteher in Bockhornerfeld I; diese Aufgabe hat seine Tochter Bianca Krebs übernommen.