Eversten - Die Natur holt sich den Teich zurück: Blühende Pflanzen und Halme wachsen an der Bodenburgallee, dort, wo Mitte der 70er-Jahre im Zuge des Autobahnbaus Teiche ausgehoben wurden.
Als Regenrückhaltebecken haben sie ihre Funktion längst verloren. Schlamm und Sand haben sich deutlich sichtbar am Grund des Teichs abgesetzt. Ab und an steigen übel riechende Fäulnisgase auf.
Die Versandung ist im langsam fließenden Gewässer ein logischer Prozess, weiß Hartmut Lueken, Geschäftsführer der Haaren-Wasseracht. „Für die Teiche allerdings nicht“, räumt Lueken ein, „die fallen in den Zuständigkeitsbereich der Stadt“.
„Die Reinigung der Hausbäke erfolgt durch die Stadt im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten“, teilt die Stadt in Beantwortung einer entsprechenden Anfrage mit. Der Abschnitt zwischen Blesshuhnteich und der Autobahn werde jährlich im August/September von Hand gepflegt. Es werde der Böschungsbereich gemäht sowie Laub und Unrat aus dem Gewässer entfernt. Eine komplette Entschlammung würde laut Stadtverwaltung mehrere 100 000 Euro kosten. Eingriffe, wie zum Beispiel der Bau neuer und erweiterter Entwässerungseinrichtungen, das Verfüllen von Gräben oder das Entfernen von Pflanzen seien nicht möglich, da der Bereich im Landschaftsschutzgebiet und in einem Teil des gesetzlich festgelegten Überschwemmungsgebietes liege.
„An eine grundlegende Sanierung mit Sandfängen und einer Ausbaggerung ist vorerst nicht gedacht“, sagt Lueken. Sand und Schlamm werden sich daher weiter ablagern.
