BöEN - Mit der offiziellen Inbetriebnahme eines Backhauses, das neben seinem eigentlichen Zweck zweifellos auch eine optische Verschönerung des Ortskerns darstellt, ist der Löninger Ortsteil Böen jetzt um eine echte Attraktion reicher geworden. In dem Fachwerkgebäude be-steht künftig für die Bevölkerung die Möglichkeit, nach dem Vorbild ihrer Vorfahren Brot und Kuchen zu backen.
Im Rahmen einer Feier segnete Pfarrer Bertholt Kerkhoff das aus massivem Eichenholz bestehende Gebäude. Die Konstruktion war vom Zimmerermeister Friedel Kenning auf einem Grundstück der Stadt Löningen nach alter Handwerkskunst errichtet worden. Der Holzfachmann hatte die Arbeiten mit großer Akribie kostenlos ausgeführt. Um die Balken millimetergenau aneinander zu fügen, wurden allein 300 Holznägel (Tobben) verwendet. Rote Klinkersteine und eine abgesetzte weiße Putzverkleidung geben dem Gebäude mit einem Raumvolumen von 5,30 x 4,20 Metern ein nostalgisches Ambiente. Das Engagement vieler ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer, ein Zuschuss der Stadt Löningen, Geld vom Bürgerpreis der Volksbanken und Zuwendungen der Volksbank Löningen und weiterer Sponsoren sicherten die Finanzierung des Projekts, und Maria Schulte, Vorsitzende der Dorfgemeinschaft, lobte das vorbildliche Engagement der Böener Bevölkerung.
Gebacken wird künftig in einem originalen Lehmofen, der von einem Fachmann aus dem Ort errichtet wurde. Bevor aber der Teig in den Ofen geschoben wird, muss der Ofen acht Stunden beheizt werden, um die nötige Temperatur von etwa 220 Grad zu erreichen, erläuterte Bäckermeister Günther Buth.
