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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

ANLAGE-PSYCHOLOGIE: Börsenweisheiten machen nicht immer reicher

18.09.2006

[SPITZMARKE]FRANKFURT FRANKFURT/DPA - „Sell in May and go away“. Eine ganze Reihe solcher Sprüche dient Anlegern als Handlungsempfehlung. Für eine grobe Orientierung kann mancher dieser Tipps hilfreich sein. Zur Anlageentscheidung taugen sie dagegen nicht. „Genauso wie es Bauernregeln gibt, versuchen Anleger den Unsicherheitsfaktor an der Börse in den Griff zu bekommen“, sagt Joachim Goldberg, Experte für Finanzmarktpsychologie beim Marktforschungsinstitut Cognitrend.

„Börsenweisheiten pressen komplexe Themen in eine knappe Formel. Einige sind sinnvoll, andere aber nicht“, sagt Olaf Stotz vom Forschungsinstitut für Asset Management (Fifam) der RWTH Aachen. Er untersucht das Verhalten von Anlegern. Gut beraten seien sie etwa mit der Börsenregel „Don't put all your eggs in one basket“, hier zu Lande als „Setze nicht alles auf eine Karte“ bekannt. Verschiedene Wertpapiere in sein Depot zu mischen, zählt zum Börsen-ABC.

Manche Börsenweisheiten können daher durchaus einen spielerischen Einstieg für diejenigen bieten, die sich erstmals mit den Chancen und Risiken des Kapitalmarktes befassen, räumt Joachim Goldberg ein. Doch „Geld lässt sich damit nicht verdienen.“

Und manchmal halten die Faustregeln genauerer Überprüfung einfach nicht stand. Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) hat die Verkaufsempfehlung für den Mai in einem historischen Vergleich von DAX, Dow Jones und Nikkei unter die Lupe genommen: „Der Mai ist zwar kein ausgesprochen erfolgreicher Monat, aber Sorgen muss er einem historisch gesehen nicht bereiten“, erklärt LBBW-Aktienstratege Frank Schallenberger.

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Auch andere Börsenregeln, die sich mit dem richtigen Ein- und Ausstiegszeitpunkt befassen, lassen an konkreter Hilfestellung zu wünschen übrig oder widersprechen sich gar. So heißt es zwar „Kaufe, wenn alle verkaufen“. Doch gleichzeitig gilt „Greife nie in ein fallendes Messer“. Denn auf manchen Kauf einer nach einem Kursverfall vermeintlich günstig bewerteten Aktie folgte das böse Erwachen, weil der Kurs weiter fiel.

Wer Regeln befolgt und mit dem Strom schwimmt, fühlt sich zwar wohler, sagt Stotz. Die Kür der Börsenkunst, den richtigen Zeitpunkt für die Order zu finden, nehmen einem die Weisheiten aber nicht ab. Rationale Anleger berücksichtigen bei ihren Entscheidungen also Indikatoren wie Kursbewertung, Zukunftschancen und Risiko.

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