BöSEL - „Die Situation ist unerträglich. Ich muss jetzt einfach mal Dampf ablassen. So kann es doch nicht weitergehen.“ Mathilde Emke ärgert sich. Die 72-Jährige aus Bösel ist seit 25 Jahren Patientin bei Dr. Christian Lawson – doch damit ist jetzt Schluss. Am 31. Dezember endet die Kassenzulassung des Arztes, der am 6. Dezember sein 68. Lebensjahr vollendet hat.

„Mein Mann ist schwer krank. Er muss jede Woche ärztlich betreut werden – und wir wissen nicht, was jetzt passieren soll. Die anderen Ärzte in Bösel und umzu haben gesagt, dass sie keine weiteren Patienten aufnehmen könnten. Das ist doch ein unhaltbarer Zustand. Die Patienten stehen zum neuen Jahr im Regen“, ärgert sich Emke, die unter anderem die große Flexibilität von Dr. Lawson zu schätzen weiß. „Er hat sehr viele Hausbesuche gemacht – und war gerade bei den älteren Patienten sehr beliebt.“

Dr. Lawson kann Mathilde Emke gut verstehen. „Natürlich sind die Leute traurig. Ich habe versucht, noch ein oder zwei Quartale dranzuhängen, aber ich habe aus Altersgründen keine Kassenzulassung erhalten“, sagt der Mediziner, der sich intensiv um Nachfolger bemüht, aber keine gefunden hat. Lawson betreut derzeit rund 1500 Patienten. Doch nicht nur damit ist zum Jahresende Schluss. Auch seine vier Sprechstundenhilfen kann er nicht weiterbeschäftigen. „Ich mache im kommenden Jahr privat weiter – ohne Sprechstundenhilfe.“

Mathilde Emke ist sogar schon bei der Gemeindeverwaltung vorstellig geworden. „Wir werden helfen. Ein Gesprächstermin mit Dr. Lawson ist bereits terminiert“ sagt Hermann Walter, Vertreter des Bürgermeisters auf Anfrage der NWZ .

Mathilde Emke begrüßt die Unterstützung seitens der Gemeinde, doch insgesamt sorgt sie sich um die medizinische Versorgung auf dem Lande. Nicht nur der Fall Lawson sei ein Problem – „auch die neue Notdienstregelung bedeute für ältere, wenig mobile Leute eine enorme Verschlechterung“, sagt Emke.


Diese NWZ -Serie greift Missstände von öffentlichem Interesse auf. Teilen Sie uns mit, wenn Sie auf Ärgernisse stoßen.

„Die Situation ist unerträglich. Ich muss jetzt einfach mal Dampf ablassen. So kann es doch nicht weitergehen.“ Mathilde Emke ärgert sich. Die 72-Jährige aus Bösel ist seit 25 Jahren Patientin bei Dr. Christian Lawson – doch damit ist jetzt Schluss. Am 31. Dezember endet die Kassenzulassung des Arztes, der am 6. Dezember sein 68. Lebensjahr vollendet hat.

„Mein Mann ist schwer krank. Er muss jede Woche ärztlich betreut werden – und wir wissen nicht, was jetzt passieren soll. Die anderen Ärzte in Bösel und umzu haben gesagt, dass sie keine weiteren Patienten aufnehmen könnten. Das ist doch ein unhaltbarer Zustand. Die Patienten stehen zum neuen Jahr im Regen“, ärgert sich Emke, die unter anderem die große Flexibilität von Dr. Lawson zu schätzen weiß. „Er hat sehr viele Hausbesuche gemacht – und war gerade bei den älteren Patienten sehr beliebt.“

Dr. Lawson kann Mathilde Emke gut verstehen. „Natürlich sind die Leute traurig. Ich habe versucht, noch ein oder zwei Quartale dranzuhängen, aber ich habe aus Altersgründen keine Kassenzulassung erhalten“, sagt der Mediziner, der sich intensiv um Nachfolger bemüht, aber keine gefunden hat. Lawson betreut derzeit rund 1500 Patienten. Doch nicht nur damit ist zum Jahresende Schluss. Auch seine vier Sprechstundenhilfen kann er nicht weiterbeschäftigen. „Ich mache im kommenden Jahr privat weiter – ohne Sprechstundenhilfe.“

Mathilde Emke ist sogar schon bei der Gemeindeverwaltung vorstellig geworden. „Wir werden helfen. Ein Gesprächstermin mit Dr. Lawson ist bereits terminiert“ sagt Hermann Walter, Vertreter des Bürgermeisters auf Anfrage der NWZ .

Mathilde Emke begrüßt die Unterstützung seitens der Gemeinde, doch insgesamt sorgt sie sich um die medizinische Versorgung auf dem Lande. Nicht nur der Fall Lawson sei ein Problem – „auch die neue Notdienstregelung bedeute für ältere, wenig mobile Leute eine enorme Verschlechterung“, sagt Emke.

Diese NWZ -Serie greift Missstände von öffentlichem Interesse auf. Teilen Sie uns mit, wenn Sie auf Ärgernisse stoßen.