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Au-Pair Am Wochenende mal schnell nach New York

Susanne Kleine Siemer

BöSEL - Einmal den amerikanischen Traum leben: Dieses Vorhaben haben Claudia Kühter, Julia Aumüller und Nicole Elberfeld, drei Freundinnen aus Bösel, wahr gemacht. Ein Jahr lang haben die 20-Jährigen als Au-Pair in den Vereinigten Staaten verbracht. „Von Freunden und Verwandten, die als Au-Pair im Ausland waren, habe ich so viele Geschichten gehört, dass ich mir schon lange vorgenommen hatte, in die USA zu gehen“, so Julia Aumüller.

Abenteuer beginnt im Juli

Am 7. Juli 2009 begann das Abenteuer. Mit einer Party wurden die drei Freundinnen, die sich seit früher Kindheit kennen, gemeinsam verabschiedet. „Das war schon schwer, aber das Interesse am neuen Land und die Erfahrungen die auf uns warteten, wogen mehr“, sagt Nicole Elberfeld.

In den USA angekommen, ging es nach einem dreitägigen Treffen in Stanford mit allen Au-Pairs dann zu den Gastfamilien. Claudia ging nach Bedford (Massachusetts), Nicole nach Fairfax (Virginia) und Julias Familie lebte in Tolland (Connecticut).

Nach drei Tagen Einführung wurde es ernster. „Alles was mit den Kindern zu tun hatte, gehörte zu unserem Aufgabenbereich“, sagt Claudia Kühter. So mussten sie Essen kochen, Kinderzimmer aufräumen oder Wäsche machen. „In den Familien wurden wir als vollwertiges Mitglied angesehen“, so Nicole. „Wie die eigene Tochter oder die große Schwester wurden wir behandelt.“

Gerade diese Herzlichkeit war es, die es den Dreien leichter machte, sich einzugewöhnen. Heimweh hatte schnell keine mehr. Auch mit den anderen Au-Pairs, mit denen die Drei bei den monatlichen Treffen immer wieder zusammenkamen. Schnell entstanden internationale Freundschaften. Um ihr Englisch aufzubessern, besuchten die jungen Frauen Sprachkurse.


Die Au-Pair machten nicht nur Erfahrungen in den Familien, sie hatten auch Zeit, den amerikanischen Kontinent ein wenig kennenzulernen. „Wir mussten 45 Stunden in der Woche arbeiten, hatten dafür aber dann auch anderthalb Tage frei und zusätzlich noch zwei Wochen Urlaub“, so Nicole. Die wöchentlichen verdienten 200 Dollar auf die Seite gelegt und dann in Wochenendtrips und die Rundreise am Ende des Aufenthaltes gespart. „Es war schon cool, am Wochenende mal einfach nach New York zu fahren“, sagt Julia.

Tour entlang der Westküste

Am Ende ihres Aufenthalts machten die Drei eine dreieinhalb Wochen dauernde Tour entlang der Westküste. Mit einem gemieteten Auto fuhren sie 2000 Kilometer und besuchten Städte wie Los Angeles, Las Vegas, San Francisco, Santa Monica und San Diego sowie den Grand Canyon und machten Water Rafting im Yosemite National Park.

Ihre Heimat vermissten die Drei selten. Nur an Weihnachten, da sind sie sich einig, haben ihnen Familie und Freunde in Deutschland gefehlt. Traurig waren sie auch zum Schluss: „Der Abschied von der Gastfamilie war richtig schlimm – alle waren mir ans Herz gewachsen “, so Julia.

Das Resümee von Nicole fällt eindeutig aus: „Diesen Schritt zu wagen, können wir nur jedem empfehlen; vor allem Englisch können wir nun fließend.“ „Ich traue mir nun mehr zu und selbstständiger bin ich auch geworden“, fügt Claudia hinzu.

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