BöSEL - Mit bewegenden Eindrücken sind die „Litauenfahrer“ des neunten Hilfstransportes der Böseler Kolpingfamilie zurückgekehrt. „Dort ist unsere Hilfe bitter nötig, es herrschen auf dem Lande extreme Verhältnisse“, berichten Edmund Oltmann und Frank Thölking.
„Die Litauenhilfe muss auf jeden Fall weiter geführt werden“, blicken beide nach vorne. Im nächsten Jahr soll der zehnte Hilfstransport dorthin erfolgen. „Unsere Hilfe kommt direkt bei den Menschen an, man sieht, wo die Sachen bleiben“, sagen beide.
Ärmliche Verhältnisse, hohe Arbeitslosigkeit – besonders im ländlichen Raum – rufen nach Hilfe. So haben sich beide zusammen mit Heiner Meinerling, Jürgen Bent, Dieter Przybille, Reinhold Willenborg und dem Vorsitzenden der Emder Kolpingfamilie, Arnold und seiner Ehefrau Brigitte Klaassen, auf den fast 1600 Kilometer langen Weg nach Miroslavas gemacht. Zwischenübernachtet wurde in Polen, bei einem befreundeten ehemaligen Schulrektor.
In Miroslavas wurden die Helfer von Vertretern der dortigen Kolpingfamilie (diese Gruppe haben die Böseler übrigens ins Leben gerufen) und dem Pfarrer Antanas begrüßt. Pfarrer Antanas war bereits einige Male in Bösel zu Gast, er hat auch das Kreuz aus Litauen am Böseler Pfarrheim mit eingeweiht. Herzlich aufgenommen wurden die Böseler in ihren Gastfamilien, wo sie übernachteten.
Ein Teil der Pakete und Hilfsgüter wurden direkt bei Familienbesuchen übergeben. Die Hilfsgüter wurden nicht nur in Miroslavas verteilt, sondern auch in Orten der näheren Umgebung bis nach Kaunas.
Dort wurde die Mittelschule „Hl. Matthias“ besucht. Hier wurden Pakete, Fahrräder, Stoffe und Nähmaschinen übergeben. Ein Kindergarten wurde mit Spielzeug und Süßigkeiten bedacht. Beeindruckend war für alle auch ein Abstecher an die Landesgrenze zu dem Berg der Kreuze. Hier sind Tausende von Kreuzen aufgestellt. Durch Zufall konnten die Böseler hier eine Messe mit Helfern eines Hilfstransportes aus dem emsländischen Dörpen mitfeiern. Am Abschlussabend wurde in einem Gottesdienst ein Scheck überreicht.
