Bösel - PEFC – eine Abkürzung, die wohl nur Fachleuten auf Anhieb etwas sagt. Dabei findet sich das Label auf Möbeln, Parkett, Buntstiften, sogar auf Windeln oder Kleidung. Auf den Büromöbeln, die die Produktionshalle von fm Büromöbel in Bösel verlassen, ist das Label künftig auch zu finden. Das Unternehmen ist mit PEFC zertifiziert. Doch was bedeutet das eigentlich?
Das Thema Nachhaltigkeit spielt bei fm Büromöbel seit vielen Jahren eine größere Rolle. Das Büromöbel-Unternehmen sieht sich in der ökologischen Verantwortung. „Wir setzen einiges in Bewegung, um bei der Produktion mit den Elementen der Natur wie Wasser, Luft und Wärme sparsam und sorgsam umzugehen“, teilt die Geschäftsleitung auf der Webseite mit und führt als Beweis die Umweltmanagementnorm ISO 14001 oder das Umweltzeichen Blauer Engel an. Der beim Herstellungsprozess benötigte Strom wird größtenteils aus eigenen, regenerativen und alternativen Energiequellen wie Blockheizkraftwerk und Photovoltaikanlagen gewonnen. Geschäftsführer Dan Lühr betont: fm habe immer schon den Anspruch gehabt, umweltgerecht zu fertigen.
PEFC („Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes“/„Programm für die Anerkennung von Forstzertifizierungssystemen“) garantiere, dass Holz- und Papierprodukte aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammen, informierte Maximilian Fottner, stellvertretender Geschäftsführer bei PEFC Deutschland. Bernd Bielen beriet fm bei der Umsetzung. Im Unternehmen zeichneten die Mitarbeiter Erwin Landwehr und Thorben Nuxoll für die Umsetzung verantwortlich. Als Zertifizierer überreichte Michael Börner (SGS) am Montag die Urkunde an fm.
Holz und Holzprodukte mit dem PEFC-Siegel – neben FSC als zweitem Label – stammen nachweislich aus ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltiger Forstwirtschaft. Mit dem PEFC-Siegel ist der gesamte Prozess der Produktherstellung – vom Rohstoff bis zum Endprodukt – den Vorgaben unterworfen. Das kontrollieren unabhängige Gutachter. Die Zulieferer von fm Büromöbel müssen etwa belegen, dass kein Waldarbeiter sein Leben bei der Arbeit riskiert und Menschenrechte eingehalten werden. Kahlschläge im Wald oder massenhafte Abholzung sind ebenso tabu wie große Maschinen, die kreuz und quer durch den Wald fahren und den Boden zerstören. Auch Vorgaben zum Einsatz von Pflanzenschutzmitteln werden gemacht – und zwar in heimischen Wäldern wie im Amazonas-Gebiet in Brasilien.
PEFC sei in Deutschland das bedeutendste Waldzertifizierungssystem, betonte Fottner. Mit 7,3 Millionen Hektar zertifizierter Waldfläche seien bereits rund zwei Drittel der deutschen Wälder PEFC-zertifiziert. Weltweit seien es 300 Millionen Hektar.
Zunehmendes Umweltbewusstsein stellen die Verantwortlichen auch bei Kunden fest. Insofern sei dieses Zertifikat durchaus auch ein Werbemittel, betonte PEFC-Geschäftsführer Fottner. Wer am Schreibtisch von fm sitzt, kann das also mit einem ökologisch guten Gewissen tun.
