BöSEL - „Allein in Bösel gibt es über 70 Helfer in drei humanitären Hilfsorganisationen.“ Diese Feststellung traf Bösels Bürgermeister Hermann Block im Biergarten des „Heimathuus“, wo er als Schirmherr 68 dieser ehrenamtlichen Helfer zu einer Grillfeier begrüßte. Das auch als „Arbeitstreffen“ gedachte Helfer-Esser kam auf Initiative der Böseler Franz Rielmann und André Beier vom Böseler Heimathaus zustande: „Wir selbst können nicht helfen, da wollen wir uns auf diese Weise wenigstens bei den aktiven Helfern bedanken“, sagte Rielmann, bevor er seine 60-Kilogramm schwere Bratkartoffelpfanne und den Riesengrill anheizte. Ziel des Treffens, so der ehemalige Koch und Restaurantleiter, sei der Informationsaustausch, aber eben auch, einfach Danke zu sagen – dem Arbeitskreis „Hilfe für Tschernobyl-Kinder“, der Kolping-Litauenhilfe und den Böseler Helfern der Friesoyther „Tafel“.
Das Grill-Fest war auch Dank des Einsatzes verschiedener Sponsoren möglich geworden. Bei Grillsteaks und Bier gab es reichlich Gelegenheit, Gemeinsamkeiten in den Bemühungen zu besprechen, um diese für die Alltagsarbeit für die Zielgruppen und -regionen zu nutzen. Wie Ludwig Wreesmann erläuterte, seien das für den Tschernobyl-Arbeitskreis die atomverseuchten Gebiete in Weißrussland, während die humanitäre Fahrt der Kolpingfamilie in die kleine Gemeinde Miroslavas in Litauen führt. Dort werde nicht nur ein Gemeindehaus mit Armenküche aufgebaut, sondern auch humanitäre Waren für die arme Bevölkerung geliefert, erklärte Frank Linke deren Arbeit. Renate Cloppenburg stellte die umfangreiche Arbeit der Helfer der „Tafel“ dar, die mit ihren Lebensmitteln für Menschen sorgen, die häufig an der Armutsgrenze leben müssen und sich nicht einmal das Nötigste leisten können.
