BöSEL - Noch ist es einige Wochen hin, doch die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Vom 19. bis 26. September startet die Kolpingfamilie Bösel wieder zu einem Hilfstransport nach Litauen. Bereits zum elften Mal wird diese Hilfsaktion von den Böselern durchgeführt. In diesem Jahr werden Pfarrer Norbert Bleker, Vorsitzender Heiner Meinerling, Litauenbeauftragter Edmund Oltmann, Frank Linke, Frank Thölking und Jürgen Dirks den Transport begleiten. Als Lkw-Fahrer stehen Reinhold Willenborg und Dieter Przybille zur Verfügung. Ziel ist die Partnergemeinde Miroslavas.
„Ohne ehrenamtliche Arbeit geht es nicht“, sagt Vorsitzender Heiner Meinerling. „Es ist dort in all den Jahren viel gewachsen, das wir jetzt nicht im Stich lassen können", ergänzt Pfarrer Norbert Bleker. Während es in der Hauptstadt und den größeren Städten optisch gut aussieht, ist dies im ländlichen Bereich genau das Gegenteil. „Es herrscht eine hohe Arbeitslosigkeit, Armut und vor allem Perspektivlosigkeit“, so Meinerling, „besonders die Kinder liegen uns am Herzen.“ Deshalb engagiere sich die Böseler Kolpingfamilie auch weiterhin für die Litauenhilfe.
Mit einer Zugmaschine mit Auflieger und einem Begleitfahrzeug wird sich die Gruppe auf den Weg machen. Neben Kleidung, Schuhe, Fahrräder und Matratzen nehmen sie auch 20 Krankenhausbetten aus dem Klinikum Emden mit. Die Betten kommen in Litauen einem Altenheim zugute. Ein Teil der Pakete wird direkt den Familien zugestellt. Die Kleidung geht in Miroslavas zur Kleiderkammer der Caritas und wird von hier an Bedürftige verteilt. Und wer ein Fahrrad haben möchte, der muss als Gegenleistung Dienst in der Pfarrgemeinde erbringen.
In Miroslavas besteht eine Partnerschaft zur Kirchengemeinde und dessen Pfarrer Antanas, der auch schon Bösel besucht hat. Die Böseler haben dort eine Kolpingfamilie gegründet. Mit Spendengeldern ist das dortige Pfarrheim renoviert und erweitert worden. Besuchen wollen die Böseler auch das erste Gymnasium in katholischer Trägerschaft in einem Vorort von Kaunas.
Für den Hilfstransport benötigt die Kolpingfamilie noch weitere Spenden wie gut erhaltene Kleidung, Schuhe, Fahrräder, Matratzen, Toilettenstühle, Rollatoren und Elektrogeräte. Sie können sonnabends von 8 bis 13 Uhr bei Edmund Oltmann, Vidamer Straße 2, 04494/86040, oder Heiner Meinerling, Wiesenweg 3, 04494/1523, abgegeben werden. Geldspenden können bei der Volksbank Bösel (BLZ 280 629 13, Kontonummer 75 29 001) eingezahlt werden.
