Bösel - Das Unternehmen fm Systemmöbel befindet sich auf Expansionskurs – ebenso wie fm Kunststofftechnik, die erst gerade eine neue Halle für weitere Lagerkapazitäten erhalten hatte. Und auch fm Systemmöbel will sich erweitern. Dazu hatte das Unternehmen ein Gelände direkt neben dem Firmensitz gekauft. Der Ausschuss für Wirtschaft, Umwelt, Planung, Bau und Verkehr hat am Montagabend den Aufstellungsbeschluss dem Gemeinderat zum Beschluss empfohlen.
Die hohen Geruchsbelastungen dort erlauben allerdings nur eine Lagerhalle oder Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien, allerdings keine Produktionshallen. Betriebliches Wohnen ist dort ebenfalls nicht erlaubt – anders auf dem Grundstück an der Thüler Straße, das in diesem Zuge mit überplant wird. dort sind die Geruchsbelastungen deutlich geringer, so dass dort eine Betriebsleiterwohnung erstellt werden darf. Dieses Gelände ist nicht im Besitz von fm. Dort dürfen auch Produktionsgebäude errichtet werden.
Ferner sollen im Gewerbegebiet Steinwitten in Bösel keine Vergnügungsstätten oder Bordelle erlaubt sein. Der Fachausschuss hat die dafür notwendige Änderung des Bebauungsplans dem Gemeinderat einstimmig zum Beschluss empfohlen. Im Zuge der Beteiligung der Träger öffentlicher Belange hat der Landkreis Cloppenburg keine Bedenken gegen den Ausschluss von Bordellen, aber erneut die Gemeinde angemahnt, ein Konzept zur Steuerung von Vergnügungsstätten zu erstellen. Ein genereller Ausschluss von Vergnügungsstätten in Mischgebieten sei nicht zulässig.
In diesem Gewerbegebiet begründet die Gemeinde den Ausschluss von Spielotheken damit, dass in dem Gebiet auch Wohnhäuser stehen und dort auch Kinder und Jugendliche unterwegs seien. Zudem würden Vergnügungsstätten, die vergleichsweise hohe Erträge erzielen könnten, zu einem ungleichen Wettbewerb um Immobilien und Grundstücken führen, die sogar zur Verdrängung des Gewerbes dort führen könnte.
Ansiedlungsmöglichkeiten für Vergnügungsstätten soll es künftig aber (in Einzelfällen) in den neu auszuweisenden Gewerbegebieten in Westerloh und in Glaßdorf geben – hier bestehe eine geringere Verflechtung mit der Wohnnutzung, führte Thomas Homm vom Planungsbüro Topos aus.
