BöSEL - Der geschäftsführende Vorstand des Euro e.V. Bösel tritt zurück. Geschäftsführer Heinz Brinkmann, zweiter Geschäftsführer Heinz Bünger, Euro-Sekretärin und Schriftführerin Magdalena Aufenanger und Kassenwart Jan Weber ziehen damit die Konsequenz aus den Diskussionen um ein zukünftiges Konzept der Euro Musiktage. Vor allem bei der Frage, ob es einen Umzug geben soll oder nicht, konnte keine Einigung im Gesamtvorstand erzielt werden. Die Entscheidung des geschäftsführenden Vorstands teilte am Mittwoch Präsident Hermann Block mit.
Der Umzug habe jahrzehntelang Begeisterung ausgelöst. Aber: „In den letzten Jahren hatte dieser feste Programmpunkt der Musiktage an Glanz verloren“, heißt es in der Mitteilung. Der Umzug im letztjährigen Jubiläumsjahr habe an alte Zeiten erinnert, der Kraftakt sei aber groß gewesen – in finanzieller wie organisatorischer Hinsicht.
Schon nach dem Jubiläum hatte der geschäftsführende Vorstand die Ansicht geäußert, dass dieser Aufwand nicht weiter zu stemmen sei. Andere waren der Meinung, dass die Euro Musiktage auch in der Zukunft ohne Umzug undenkbar sind. Überwiegend aktive Musiker aus dem Böseler Niedersachsen Sound Orchester wollen sich nun dafür einsetzen, die Musiktage weiterhin mit Umzug auf die Beine zu stellen, so die Mitteilung des Euro-Präsidenten. „Wir wollen diese organisatorische und finanzielle Zitterpartie der vergangenen Jahre nicht fortsetzen“, lautet die Erklärung des geschäftsführenden Vorstands. Der Rücktritt ist deshalb die Konsequenz. Magdalena Aufenanger: „Das Engagement, den Festumzug beizubehalten, ist einerseits zu begrüßen, andererseits wird man uns aber immer am Jubiläumsumzug messen.“ Als Sekretärin war Aufenanger zuständig für das Tagesgeschäft wie die Kontaktaufnahme mit den Gruppen und Vereinen.
Hermann Block bedauerte den Rücktritt des Vorstands: „Ich habe nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass ich die Meinung des geschäftsführenden Vorstandes hinsichtlich des Umzuges teile.“ Wenn es aber nun engagierte Böseler gebe, die ihre Unterstützung zusagen, sollte diese Chance genutzt werden. Ein Team um Wiebke Oltmann, die seit kurzem dem erweiterten Vorstand angehöre, werde sich um den Umzug und die Quartiere kümmern. Auch andere Mitglieder des erweiterten Vorstandes stünden dem Festumzug skeptisch gegenüber, wollen aber die Befürworter unterstützen und an Veränderungen des bisherigen Programms arbeiten.
Ein neuer Vorstand wird am 7. Juni, 19.30 Uhr, in der Gaststätte Sommer gewählt.
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