BöSEL - Zum traditionellen „Felderkieks“ haben sich am vergangenen Montag etwa 45 Böseler Landwirte auf dem Hof der Familie Tewes getroffen. Bei der Rundfahrt durchs Westerloher Land betrachteten die Bauern an fünf verschiedenen Stationen den Wachstumsstand ihrer Pflanzen. In Augenschein genommen wurden Getreideflächen mit Roggen, Triticale, Mais, Winterweizen und Wintergerste.
Bereits seit 20 Jahren dabei ist Dr. Josef Kuhlmann vom Landwirtschaftsamt Oldenburg Süd. Er informierte die Landwirte über Pflanzenschutz und Unkrautbekämpfung. Zunächst hob Kuhlmann die diesjährigen „extremen Wetterbedingungen“ hervor. Aufgrund der lang anhaltenden Trockenheit im April sei z.B. der Weizen außergewöhnlich schnell gewachsen. Eine derart schnelle Entwicklung des Getreides sei „meiner Erfahrung nach noch nie vorgekommen“. Auf der anderen Seite bemerkte Kuhlmann erhebliche Trockenschäden durch Braunrost und Hirse. Er sprach sich für eine frühe Unkrautbekämpfung im Herbst aus: „Alles, alles was geht im Herbst!“ Zugleich kritisierte Kuhlmann jedoch die „überteuerten Dünger- und Spritzmittelpreise“. Im relativ feuchten Gebiet Bösels seien die Trockenschäden glücklicherweise weniger dramatisch als auf den osteuropäischen Flächen.
Den Abschluss der zweistündigen Veranstaltung bildete ein Grillabend in der Maschinenhalle auf dem Hof Tewes. Organisiert wurde er von der Böseler Landjugend.
