BöSEL - BÖSEL - Der Landfrauenverein Bösel-Petersdorf bescherte 30 Kindern eine „tierische“ Ferienpassaktion. Ein Tag auf dem Bauernhof der Familie Hatke in Bösel stand auf dem Programm.

Anne Hatke, selbst vierfache Mutter, nahm die 30 Kinder von 15 bis 18 Uhr bei sich auf. Insgesamt waren zehn Mütter anwesend, um für Ordnung zu sorgen.

In mehreren kleinen Gruppen konnten die Kinder den Bauernhof an fünf Stationen entdecken.

Besonders ausgiebig wurde der Kuhstall inspiziert. In einer großen Box standen trächtige Kühe. Ein Kälbchen war – sehr zur Begeisterung der Kinder – in der vorherigen Nacht zur Welt gekommen. Noch etwas wackelig auf den Beinen wurde es umgehend gekrault und gestreichelt.

Anne Hatke musste hier ihr Fachwissen unter Beweis stellen und den Kindern Rede und Antwort stehen. „Warum haben die Kühe Zahlen am Hintern? Wofür ist der Propeller im Stall? Sind die Kühe alle Mädchen?“, fragten die neugierigen Kinder. Kein Problem für die erfahrenen Bäuerin: „Die Zahlen sind dazu da, dass wir die Kühe beim Melken gut erkennen können. Und hinten sehen wir die Nummern besser, als die an den Ohrmarken. Der Propeller, oder Ventilator, soll den Kühen frische Luft bringen, wenn es im Stall zu warm wird. Und Kühe sind immer Mädchen, die Jungs heißen Bullen.“


Es sei auffällig, dass die Kinder Sachen fragten, die für viele als selbstverständlich vorausgesetzt würden. Und das, obwohl die Kinder auch alle vom Land kämen, sagt Hatke.Schon etwas größer als das noch nicht einmal einen Tag alte Kälbchen waren die Kälber in der zweiten Station, dem Kälberstall.

Trotz vorangeschrittener Größe zogen die gescheckten Vierbeiner die Aufmerksamkeit der Kinder an.

Tierischer Gast auf dem Hof der Familie Hatke war ein Pony, das eine der Landfrauen den Kindern zum Reiten zur Verfügung stellte. Auch kräftige Regenschauer hielten die Kinder nicht davon ab, ihr reiterisches Können auf die Probe zu stellen.

Der neu gebaute Schweinestall der Familie Hatke konnte zum Bedauern der Kinder noch nicht mit tierischen Bewohnern locken. Dennoch konnten die Kleinen sehen, wie so ein Stall von innen aussieht und wie die Schweine dort später untergebracht sein werden.

Der große Traktor bildete die fünfte und letzte Station. Hier waren die kurzen Kinderbeine kräftig gefordert, um das Gefährt hinauf zu klettern.

Wer sich einmal beim Melken versuchen wollte, konnte dies an einer künstlichen Kuh probieren. Zwar war das Melkerzeugnis nur Wasser und keine Milch, aber die Kinder waren mit Eifer bei der Sache und zogen Literweise Wasser aus den Gummi-Eutern.

Zum Abschluss des Tages auf dem Bauernhof bekamen die Kinder Kakao und Würstchen als Stärkung.