BöSEL - Sehr gut besucht war am Sonntag die Delegiertenversammlung des Fischereivereins für den Bezirk der Friesoyther Wasseracht, zu der Vorsitzender Peter Müller neben den Delegierten den Präsidenten des Landesfischreiverbandes Weser Ems, Bernhard Pieper, Friesoythes Bürgermeister Johann Wimberg und Vertreter der Friesoyther Wasseracht in Bösel begrüßen konnte.

„Unser Verein ist nicht nur mitgliedermäßig einer der größten, es geht uns auch finanziell gut“, freute sich Müller. Im vergangenen Jahr sei ein leichter Mitgliederzugang zu verzeichnen gewesen. Der Verein habe viele gute Gewässer mit einer Vielfalt von Fischarten. An der Marka seien erste Erfolge mit der Meerforelle zu vermelden, diese Fischart ist hier zurückgekehrt (die NWZ berichtete). Müller hob die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Friesoythe und der Friesoyther Wasseracht hervor.

Aal macht Probleme

„Probleme macht uns der Aal“, führte Müller aus. Nicht der Angler sei der Feind des Aals, sondern der „schwarze Vogel“ und die Fischwirtschaft. Erfolge gab es bei der Aufdeckung der Schwarzfischerei zu verzeichnen. Die Fischereiaufsicht haben mehrere illegale Aalreusen entfernt. Gastkarten gibt es künftig nur eine einheitliche, die auch zum Angeln im Küstenkanal berechtigt. Neue Gewässer sind wegen zu hoher Pachtkosten nicht dazugekommen. In seinem Grußwort ging Landesverbandspräsident Bernhard Pieper auf die „Kormorane“ ein. Hier sei eine neue Verordnung in Bearbeitung, die demnächst bekannt gegeben werden soll.

„Das Jugendangeln 2008 war ein voller Erfolg“, berichtete Jugendwart Martin Horstmann. Über 60 Kinder und Jugendlich hätte daran teilgenommen. Über seine vielseitige Arbeit – vom Fischbesatz bis zur Gewässeruntersuchung – berichtete Hauptgewässerwart Knut Tholen. Peter Müller konnte die Angler mit den besten Fangergebnissen ehren. Den schwersten Raubfisch fing Carol Noffz, Saterland (Hecht, 8800 Gramm), den schwersten Friedfisch Roland Gerwald, Ederwechterdamm/Kampe (Karpfen, 14 500 Gramm). Bei den Jugendlichen waren Markus Brand, Friesoythe (Hecht 5100 Graum), und Jan Ording, Cloppenburg (Karpfen 7750 Gramm) erfolgreich. Heinz Schwantje, langjähriger Hauptgewässerwart, wurde für 50-jährige Mitgliedschaft geehrt.


Wieborg rückt auf

Durch das Erreichen der Altersgrenze des bisherigen zweiten Vorsitzenden Paul Kock waren Vorstandswahlen erforderlich. Kocks Nachfolger wurde Alfred von Wahden, der bislang dritter Vorsitzender war. Sein Nachfolger wurde Ludger Wieborg. Seinen Posten als Kassenwart und Schriftführer hat Josef Tangemann übernommen, Der Vorstand ist mit dem Vorsitzenden Peter Müller, Jugendwart Martin Horstmann und Knut Tholen als Hauptgewässerwart wieder komplett.