BöSEL - BÖSEL/WL - Zur Delegiertenversammlung des Fischereivereins für den Bezirk der Friesoyther Wasseracht konnte Vorsitzender Hartwig von Garrel besonders den Geschäftsführer der Friesoyther Wasseracht Heinrich Germann begrüßen. In seinem Jahresbericht konnte er auf eine gute Beteiligung bei den Gemeinschaftsangeln zurückblicken. „Unsere Gewässer sind sauber und fischreich“, stellte der Vorsitzende fest.
Ein Lob gab es für alle Helfer, die stets für eine gute Uferreinigung sorgen. Nach einem Vorstandsbeschluss sollen künftig wegen des guten Besatzes bei den Gemeinschaftsangeln zusätzlich auch auf Raubfisch geangelt und mitgewertet werden. Ein Problem sei weiterhin die schwarzen „Mitjäger“ – die Kormorane. Sie seien vermehrt an der Talsperre und am Ambührener See aufgetreten. „Ein Kormoran braucht am Tag mindestens 500 Fisch“, so von Garrel. Er forderte alle auf, der Geschäftsstelle Schlaf- und Horstplätze der Kormorane mitzuteilen, um so Abschusstermine beantragen zu können. Die Sanierung an der Talsperre ist größtenteils abgeschlossen, die Angler sollten die Steinschüttung nicht beschädigen. Eine Veränderung steht in Bösel an, der Pachtvertrag für den Lutzteich IV läuft aus. Das Forstamt sucht einen Käufer. Beim Abfischen von Regenrückhaltebecken in Friesoythe sind Schleie von mehr als zwei Kilo Gewicht gefangen worden. Bei den Lachsen konnten keine Rückkehrer festgestellt worden,
die Lachsfanganlage an der Soeste wurde abgebaut. 2007 feiert der Verein sein 80-jähriges Bestehen. Von Garrel forderte alle Mitglieder auf, Unterlagen aus den Jahren vor 1962 vorzulegen. Der Mitgliederbestand habe sich seit 1962 von 416 auf über 2000 heute fast verfünffacht.
In eigener Sache teilte er mit, dass er im kommenden Jahr nicht mehr als erster Vorsitzender zur Verfügung stehe und einem „jüngeren“ Platz machen wolle. Aktiv war im vergangenen Jahr auch die neu gegründete „Lady-Gruppe“, die drei große Angeltermine hatte.
Zusammen mit Jugendwart Peter Abeln konnte von Garrel die Angler mit den schwersten Fängen auszeichnen. Bei den Anglern fing Peter Raikowsky aus Edamm-Kampe den schwersten Raubfisch (Hecht 6600 Gramm) und Wolfgang Collinet ebenfalls aus Edamm-Kampe den schwersten Friedfisch (Karpfen 9180 g). Patrik Tebben fischte bei den Jungangler sowohl den schwersten Raubfisch (Hecht 6450 g) als auch den schwersten Friedfisch (Karpfen 4120 g). Beim Jugendangeln war der Verein aus Peheim/Markhausen mit den fünf besten Fängen am erfolgreichsten. „Die Fangergebnisse sind seit Jahren gestiegen“, führte Hauptgewässerwart Knut Tholen aus. Als Besatz wurden vermehrt Meerforellen, Bachforellen, Karpfen, Schleie und Zander eingesetzt.
