BöSEL - Die Mauern wachsen in die Höhe, beim neuen Gerätehaus steht schon der Rohbau, am Freitag soll der Dachstuhl aufgesetzt werden: Bei den Um- und Ausbauarbeiten am Böseler Friedhof geht es somit zügig voran.
Was wird gemacht? Die Friedhofskapelle wird teilweise abgerissen und einer größerer Neubau errichtet werden. Gleichzeitig entstehen ein neues Gerätehaus und ein neuer Zugang zum Friedhofsgelände. Man läuft dann zukünftig geradewegs auf das große Kreuz zu, erklärte Kirchenprovisor Aloys Gelhaus.
Über den Baufortschritt informieren Josef Bünger vom Kirchenausschuss und Bauleiter Alfons Elberfeld: Mit drei Wochen Verspätung waren die Bauarbeiten gestartet, so Elberfeld: Aber wir holen gerade auf.
Ende August, Anfang September soll das Gerätehaus fertig sein, dann werde mit dem Abriss der Kapelle begonnen. Die Beerdigungen müssen dann vorübergehend vom Gerätehaus aus stattfinden. Das wird natürlich dafür hergerichtet, sagte Pfarrer Hubert Moormann, der sich ebenfalls am Mittwoch am Friedhof eingefunden hatte, um sich vom Stand der Dinge auf dem Bau zu überzeugen.
Die Anbauten der Kapelle wie die Kühlkammern werden jetzt schon erweitert und bleiben stehen. Lediglich die Halle wird abgerissen und in einer größeren und helleren Variante wieder aufgebaut. Am 4. November soll zur Gräbersegnung alles fertig sein.
Mit 450 000 Euro sind die Baukosten veranschlagt. 150 000 Euro sind aus eigenen Mitteln aufzubringen. Gelhaus: Ein Friedhof muss sich finanziell selbst tragen. Wir sind deshalb auf Spenden angewiesen. 100 000 Euro sollen an Spenden in die Baumaßnahme fließen da fehlt noch einiges, so Bünger.
2000 Briefe seien mit Spendenaufrufen an Böseler verschickt worden, so Aloys Gelhaus. Die Resonanz sei am Anfang gut gewesen, habe jetzt aber nachgelassen. 50 000 Euro sollen zudem in Eigenleistung am Bau erbracht werden: Wir suchen noch Helfer. Das Verlegen von Rohrleitungen und Erdkabeln sowie Pflasterarbeiten sollen beispielsweise in Eigenleistung erbracht werden.
