BöSEL/FRIESOYTHE - Jahresberichte und Ehrungen standen im Mittelpunkt der Delegiertenversammlung des Fischereivereins für den Bezirk der Friesoyther Wasseracht im Saal des Gasthofs Albert Bley in Bösel. Zum ersten Mal konnte der im vergangenen Jahr gewählte neue Vorsitzende Peter Müller zu einer solchen Versammlung begrüßen. Als Gast dabei waren der Präsident des Landesfischereiverbandes Weser-Ems, Bernhard Pieper, und der Verbandsvorsteher der Friesoyther Wasseracht, Hans Peckskamp, mit Geschäftsführer Heinrich Germann.

Ein wichtiger Schwerpunkt im vergangenen Jahr war das Schutzprogramm für den Aal. Der Wels habe sich gut vermehrt, obwohl es Probleme an der Thülsfelder Talsperre gegeben habe. Durch das weitgehende Ablassen des Wassserstandes sei auch der Fischbestand zu Schaden gekommen. Deshalb falle in diesem Jahr das Kontrollangeln aus. Lediglich das Abangeln findet dort statt.

Die Grüße des Landesverbandes überbrachte Präsident Bernhard Pieper. Pieper ehrte Peter Lange von der Ortsgruppe Saterland mit der silbernen Ehrennadel des Landesvebandes. Lange ist seit 1975 als Obmann in der Saterländer Ortsgruppe tätig. Geehrt für seine Verdienste wurde auch Hermann Klöver.

Pokale gab es für die Angler, die im vergangenen Jahr die schwersten Fische an Land zogen. Hans Kutzner aus Bösel holte bei den Mitgliedern den schwersten Raubfisch an Land, einen 9,3 Kilogramm schweren Hecht aus dem Lutzteich. Jörg Büssing aus Cloppenburg fing den schwersten Friedfisch , einen 22,5 Kilogramm schweren Karpfen in Galgenmoor. Bei den Junganglern waren Dennis Kutzer aus Bösel mit einem 5,5 Kilogramm schweren Hecht, gefangen in der Marka, und Marcus Brand aus Kampe mit einem 10,2 Kilogramm schweren Karpfen, den er aus dem Küstenkanal zog, erfolgreich.

Jugendwart Martin Horstmann berichtete, dass 270 Kinder und Jugendliche aktiv im Verein seien, 30 weniger als im Jahr zuvor. „Vor allem die älteren Jugendlichen bleiben nicht dabei“, klagte Horstmann. Er versprach, daran zu arbeiten, um auch ältere Jugendliche wieder zu aktivieren.


Ausführlich berichtete Hauptgewässerwart Knut Tholen über die Fangmeldungen und die Fischbesatzmaßnahmen sowie über die Entwicklung der Gewässer. Besonders die in der Marka vorgenommenen Maßnahmen wie Kiesbänke hätten sich positiv ausgewirkt. „Hier haben sich Strukturen gebildet, und auch eine Artenvielfalt ist zu erkennen“, so Tholen. Sein besonderer Dank galt in diesem Zusammenhang auch der Friesoyther Wasseracht. „Wenn alles so weiter geht, bekommen wir wieder ganz tolle Gewässer“, blickt er positiv in die Zukunft.