Bösel - Der Weg ins Dorf ist für Gerd Bley ein tägliches Geduldsspiel. Wie viele andere Böseler auch, muss er mitunter an der Kreuzung Garreler Straße/Am Kirchplatz/Overlaher Straße lange warten, bis er rüber kann. Gerd Bley fragte am Mittwoch als Besucher der Ratssitzung, wann dort der Kreisverkehr gebaut werde.

Bürgermeister Hermann Block informierte, es gebe dafür bereits eine Vorplanung. Die liege nun zur weiteren Abstimmung bei der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Die ist Straßenbaulastträger der Garreler Straße. Danach werden die Pläne im kommenden Jahr die politischen Gremien in Bösel beschäftigen. Im Zuge der Haushaltsplanberatungen für das kommende Haushaltsjahr wird der Kreisverkehr auch schon Thema sein. „Wenn es gut läuft, werden wir vor der Sommerpause einen Beschluss dazu fassen“, sagte Bürgermeister Block und nannte einen „sportlichen Zeitplan“.

Dafür muss die Gemeinde vermutlich mehr als eine Million Euro einplanen. Aus der Städtebauförderung kann der Kreisel nicht finanziert werden. Daraus können nur Nebenanlagen gefördert werden, machte Block deutlich.

Ein Großteil der Mittel aus der Städtebauförderung wird in die Sanierung der Bahnhofstraße fließen. Der Gemeinderat stimmte der Abgrenzung des Sanierungsgebietes Ortskern Bösel zu. Das umfasst auch ein Flurstück mit der Adresse Bahnhofstraße 40, das bislang nicht einbezogen war, bei dem die Fachplaner eine Ausstrahlungswirkung, da das Grundstück durch die Sanierung eine Bodenwertsteigerung erfährt.

Bei der Erweiterung und Sanierung des Feuerwehrhauses in Bösel ist es zu Verzögerungen gekommen. Wie Bürgermeister Hermann Block auf der Ratssitzung mitteilte, betrifft die Verzögerung die Stahlkonstruktion für die Halle. Die gute konjunkturelle Lage des Unternehmens habe erheblich längere Lieferzeiten nach sich gezogen. War die Montage der Stahlhalle eigentlich noch für diesen Monat vorgesehen, soll sie nun im Januar erfolgen.


Um den Zeitrahmen aber weitgehend zu halten, soll nun zunächst der Alarmbereich fertiggestellt werden. Im Anschluss werden die Spunde umgestellt und der Umbau im Bestandsgebäude wird angegangen. Derzeit werden zudem die Sanitäranlagen und die Dachhaut des Bestandsgebäudes saniert. Ausgeschrieben werden nun die Sektionaltore, Innen- und Außentüren, WC-Trennwände, Außenanlagen und die Endreinigung. Die Gemeinde hält aber weiterhin am festgesetzten Datum für die Fertigstellung am 1. Juli fest.

Das Feuerwehrhaus wird für eine Million Euro saniert und erweitert. Die Bauarbeiten liegen im Kostenrahmen, teilte der beauftragte Architekt der Gemeinde mit.

 Weiterhin hat der Rat den Satzungsbeschluss für das neue Gewerbegebiet Südkamper Ring beschlossen. Dort sollen künftig auf rund 7,5 Hektar Unternehmen ansiedeln können. Nötig dafür war auch die Änderung des Flächennutzungsplans, die ebenfalls einstimmig beschlossen wurde. Damit wird die Gemeinde auch künftig wieder Gewerbeflächen anbieten können.

Derzeit ist nur noch ein Grundstück mit einer Größe von 2800 Quadratmetern im Gewerbegebiet Glaßdorfer Straße frei. Im November waren noch die letzten beiden Gewerbegrundstücke im Gewerbegebiet Petersdorf verkauft worden.

Reiner Kramer
Reiner Kramer Redaktion Münsterland (Stv. Leitung Cloppenburg/Friesoythe)