BöSEL - Zum 9. Mal macht sich die Kolpingfamilie Bösel mit einem Hilfstransport auf den Weg nach Litauen. Das ganze Jahr über werden fleißig Hilfsgüter gesammelt, Pakete gepackt und für den Hilfstransport geplant. Viele ehrenamtliche Helfer unterstützen die Kolpingfamilie dabei.
Hilfe gibt es auch von anderen Kolpingfamilien. So zum Beispiel von der Kolpingfamilie aus Emden oder auch von der Kolpingfamilie Wilhelmshaven. Die Kolpingmitglieder aus Wilhelmshaven waren gerade in Bösel und brachten 100 gepackte Pakete mit, die die Böseler nun mitnehmen werden. Hilfe gab es nun auch von den Kindern der jungen Kolpingfamilie. Sie standen einen Vormittag vor den Supermärkten in Bösel und baten die Kunden um Lebensmittel- und Hygieneartikelspenden.
Am 22. September machen sich dann Edmund Oltmann, Heiner Meinerling, Frank Tölking, Jürgen Bent, Konstantin Kisner und Dieter Przybille auf den Weg nach Miroslavas. „Wir freuen uns auch, dass Arnold und Brigitte Klaassen aus Emden mitfahren“, sagt Heiner Meinerling von der Böseler Kolpingfamilie. Klaassen ist Vorsitzender der Emder Kolpingfamilie. Mit den Emdern verbindet die Böseler eine Freundschaft.
Etwa 25 Stunden dauert die Hinfahrt. „Das ist keine Urlaubsfahrt“, weiß Meinerling. „Die Fahrt und der Aufenthalt sind anstrengend und dafür wird auch ein Teil des Jahresurlaubs geopfert“, so Meinerling weiter. Aber alle sind gerne dabei. „Wer einmal da war, ist vom Litauenfieber infiziert“, so Meinerling. „Wir sind dort Hoffnungsträger und haben dort schon einiges bewegt.“ Denn Hilfe sei dort wirklich nötig. „Die Schere zwischen arm und reich geht ganz weit auseinander", sagt Meinerling. Besonders in den ländlichen Gebieten geht es nicht so gut. Hohe Arbeitlosigkeit und wenig Zukunftsperspektive sind besonders in ländlichen Gebieten an der Tagesordnung. So auch in den von den Böselern angefahrenen Ort Miroslavas, mit denen schon seit Jahren eine Freundschaft gepflegt wird.
Für die Fahrt im September werden noch Hilfsgüter benötigt. Dringend gesucht wird Kinderbekleidung, Textilien aller Art, Schuhe, Matratzen, Betten, Spielzeug. Gehhilfen, Rolatoren, Fahrräder etc.. Sachspenden können bei Bernhard Hömme, Südkamper Ring 16, abgegeben werden.
Für Geldspenden ist ein Konto bei der Volksbank Bösel (Kontonummer 7529901, BLZ 28062913) eingerichtet. Im September will die Kolpingfamilie wieder bei den Böseler Supermärkten die Kunden um Lebensmittel- und Hygeneartikel bitten.
