Bösel - Straßenbeleuchtung, Wohnbau- und Gewerbeentwicklung Straßenbau, Breitbanderschließung – der Haushaltsplanentwurf für 2019 sieht einige Investitionen vor, die den Ausschuss für Wirtschaft, Umwelt, Planung, Bau und Verkehr betreffen. Die entsprechenden Positionen stellte Bauamtsleiter Christoph Burtz im Ausschuss vor.
Vorsorglich sind 75 000 Euro an Ausgaben sowie 50 000 Euro an Einnahmen im Förderprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ eingeplant. Die Mittel werden in den kommenden Jahren, sofern Böselin das Programm aufgenommen wird, kontinuierlich erhöht. Die Umgestaltung des Vorplatzes bei der DRK-Unterkunft ist mit 59 000 Euro veranschlagt, Fördermittel aus dem „Leader“-Programm betragen 26 000 Euro.
Im Ratssaal und im Trauzimmer des Rathauses sollen Klimageräte angeschafft werden – Kosten: rund 22 000 Euro.
Wohnungsbau
Für die Familienförderung bei Häuslebauern sind 80 000 Euro (2017: 30 000 Euro) eingeplant. 400 000 Euro sind für den Endausbau von Bösel-Nord II vorgesehen, 40 000 Euro für Spielgeräte auf dem neuen Spielplatz in Bösel-Nord, 50 000 Euro für die Ersterschließung „Südlich der Kampstraße“ in Petersdorf, 50 000 Euro für „Südlich der Jägerstraße“ in Bösel sowie eine Verpflichtungsermächtigung in Höhe von 640 000 Euro für 2020.
Aus dem Verkauf von Wohnbaugrundstücken rechnet die Gemeinde mit Einnahmen in Höhe von 300 000 Euro – deutlich weniger als in Vorjahren –, eben so viel aus Ablösebeiträgen für die Erschließung.
Straßenbau
Für den Endausbau der Kardinal-von-Galen-Straße sind 100 000 Euro vorgesehen sowie Verpflichtungsermächtigungen für das Jahr 2020 in Höhe von 50 000 Euro. Diese Maßnahme soll zeitnah ausgeschrieben werden.
Der Ausbau des Bernethsdamms soll möglichst schnell starten, das Ausschreibungsverfahren ist bereits begonnen worden, weil der Ausbau bis zum 30. Juni abgerechnet sein muss. Die Gemeinde hatte vom Amt für regionale Landesentwicklung – wie berichtet – die Mitteilung erhalten, dass der Ausbau mit 255 000 Euro über den ländlichen Wegebau gefördert wird. Insgesamt liegen die Kosten bei 406 000 Euro.
Die Unterhaltung von Sand- und Schlackewegen ist mit 30 000 Euro eingeplant.
Gewerbe
Auch in Gewerbegebiete wird wieder kräftig investiert: Zwar rechnet die Gemeinde mit Einnahmen in Höhe von 100 000 Euro im Gewerbegebiet Petersdorf. Für die Ersterschließung eines neuen Gewerbegebietes in Petersdorf sind aber alleine für die Planung 50 000 Euro eingeplant. Zudem muss noch Grund erworben werden.
Eine Million Euro steht insgesamt für Grunderwerb im Haushalt einschließlich Nebenkosten zur Verfügung. Für Kompensationsmaßnahmen sind 50 000 Euro im Haushalt eingeplant.
An der Glaßdorfer Straße sind noch für rund 56 000 Euro Anpflanzungen zu machen. 150 000 Euro sollen hier aus dem Verkauf von Gewerbegrundstücken erlöst werden.
Die Erschließung des neuen Gewerbegebietes Südkamper Ring ist mit 20 000 Euro eingeplant für 2019, zusätzlich ist eine Verpflichtungsermächtigung in Höhe von 1,1 Millionen Euro für 2020 vorgesehen. Sollte sich die Entwicklung wegen der Brutvogelkartierung verzögern, könnte die politische Beratung des Gewerbegebiets Westerloh vorgezogen werden.
Hierfür erwarte man in den nächsten Wochen das Verkehrsgutachten, so Bürgermeister Hermann Block. Die Kosten der Ersterschließung belaufen sich auf 1,05 Millionen Euro. Haushaltsmittel sind in 2019 nicht vorgesehen, müssten gegebenenfalls über einen Nachtragshaushalt finanziert werden.
100 000 Euro sind im Haushalt als Co-Finanzierung für den weiteren Breitbandausbau in Bösel eingeplant. Aktuell seien 6,6 Prozent der Haushalte in Bösel – vor allem im Außenbereich – mit weniger als sechs Mbit/s mit dem Internet verbunden.
Der Bauhof muss zwei Kommunalfahrzeuge anschaffen, weil die alten zu teuer in der Unterhaltung geworden sind. 50 000 Euro sind dafür eingeplant.
Beleuchtung
Die Umrüstung von Straßenlaternen auf LED-Technik wirkt sich positiv aus: Die Bewirtschaftungskosten wurden von 31 700 auf 25 500 Euro reduziert. Mehrkosten bedeuten aber die längere Leuchtdauer bis Mitternacht in der Woche sowie am Wochenende bis 2 Uhr nachts und auch der Ausbau der Straßenbeleuchtung. 1298 Laternen brennen mittlerweile in der Gemeinde.
Geringer ist der Unterhaltungsaufwand für die Buswartehäuschen angesetzt durch die Umrüstung auf Strombetrieb der Laternen.
