BöSEL - Enno Ockenga leitet seit nunmehr vier Jahren den Kursus. Es gibt mehrere Prüfungsfächer.
Von Wilfried Leser
BÖSEL - „Dem Jagdausübungsberechtigten muss ein für den Jagdbezirk brauchbarer Jagdhund, der geprüft ist, zur Verfügung stehen", so heißt es in Paragraph 4, Absatz 1 des Niedersächsischen Jagdgesetzes in der Fassung vom 14. März 2001. Weiter heißt es im Absatz 2, dass bei jeder Such-, Drück- oder Treibjagd sowie bei jeder Jagd auf Federwild ein brauchbarer geprüfter Jagdhund mitgeführt werden muss.Diese gesetzlichen Vorschriften, aber auch die Jägerweisheit „Eine Jagd ohne Hund ist Schund“, sind für den Hegering Bösel Anlass genug, großen Wert auf die Jagdhundeausbildung zu legen. Seit vier Jahren ist dafür Hundeobmann Enno Ockenga zuständig, der auch zum Vorstand des Hegering Bösel gehört.
Nun hat wieder eine Vorbereitungslehrgang unter seiner Leitung begonnen, an dem 15 Jäger mit ihren Hunden teilnehmen. Dieser Lehrgang, zu dem sich die Teilnehmer einmal wöchentlich treffen, dient zur Vorbereitung auf die Brauchbarkeitsprüfung beziehungsweise auf die Herbstzuchtprüfung. Bei der Herbstzuchtprüfung wird festgestellt, ob der Hund zuchttauglich ist.
Der Übungsabend beginnt damit, dass sich die Jäger mit ihren Hunden aufstellen, damit sich die Hunde untereinander kennen lernen. Dabei ist es Ziel, dass sie sich nicht gegenseitig ablenken oder gar miteinander spielen.
Vorbereitet wird auf die wichtigen Prüfungsfächer. Da sind der Gehorsam und das Bringen (Apportieren) besonders wichtig. Beim „bei Fuß laufen" soll der Hund neben dem Jäger laufen. Bekommt er den Befehl, sich hinzulegen, dann muss er diesem Befehl Folge leisten. Wichtig ist es dann, dass er dann auch liegen bleibt und die Jagd nicht stört.
Der Jagdhund muss den Anweisungen des Jägers auf Pfiff oder auf Zeichen unbedingt Folge leisten. Mit dem Apportieren übernimmt der Jagdhund eine wichtige Aufgabe. Er soll das erlegte Wild bringen. Das Apportieren wird umfassend mit einfachen Gegenständen auf den Übungsabenden geübt. „Wichtig ist es, dass der Hundeführer seinen Hund nach den Übungen auch lobt", so Ockenga.
Wichtig ist auch das Verhalten des Hundes beim Schuss. Er darf dabei nicht ohne Befehl weglaufen. Weitere wichtige Aufgaben sind die Schweißarbeit und die Wasserarbeit sowie die „Frei Verloren Suche“. An diesen Themen sollen an den nächsten Übungsabenden praktisch gearbeitet werden.
Im August steht dann die Brauchbarkeitsprüfung an, so dass die Jagdhunde dann pünktlich zur neuen Jagdsaison einsatzfähig sind.
