BöSEL - BÖSEL/WL - Fleißig waren in den letzten Tagen die „Baumpaten“ der Streuobstwiese des Bezirks Nord des Heimatvereins Bösel. Sie trafen sich zur „Frühjahrsbaumpflege“. Und da gab es allerhand zu tun, die noch jungen Obstbäume wurden beschnitten. Und auch für die Düngung der Bäume musste gesorgt werden.
Die Streuobstwiese am Sandker Weg in Bösel war vor einigen Jahren angelegt worden. „Früher standen auf vielen Bauernhöfen Obstbäume mit den alten Sorten", blickt Vorsitzender Hermann Runden zurück. Viele Bäume seien jedoch entfernt worden. Runden: „So kam der Wunsch auf, eine Wiese mit Bäumen der alten Obstsorten anzulegen“.
Die anderen damaligen Vorstandsmitglieder Heinrich Looschen, Manfred Kurmann und Ludger Preuth stimmten dem Vorschlag gerne zu und dann ging es frisch ans Werk. Heinrich Looschen stellte am Sandker Weg ein Grundstück zur Verfügung, Jungpflanzen alter Obstsorten wurden gekauft und gepflanzt. Für einen geringen Beitrag konnten die Bezirksmitglieder Patenschaften übernehmen. Und so haben hier Apfel-, Birnen- und Pflaumenbäume ihren Platz und ihre ständige Pflege gefunden. Renommierte Sortennamen wie „Geheimrat Dr. Oldenburg“, „Bunte Julibirne“, „Rote Münsterländer“, „Gräfin von Paris“ oder „Doppelte Philipsbirne“ legen Zeugnis von der früheren Artenvielfalt ab.
„Mit der Unterhaltung der Streuobstwiese wollen wir aber auch die Gemeinsamkeit und das gemütliche Beisammensein pflegen“, erklärt Hermann Runden. So treffen sich die Baumpaten zweimal im Jahr, im Frühjahr zur Baumpflege und im Herbst zur Ernte.
